In Deutschland besitzen bisher vor allem Besserverdiener E-Autos. Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag unter Berufung auf Zahlen von 2023 mit.
Lediglich 1,3 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 2600 Euro besaßen demnach mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid.
Bei Haushalten mit einem Einkommen von 2600 bis unter 3600 Euro monatlich waren es 3,5 Prozent,
bei einem Einkommen von 3600 bis unter 5000 Euro 5,4 Prozent.
Dagegen besaßen 13,4 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 5000 Euro oder mehr ein oder mehrere Elektroautos. In der Gesamtbevölkerung betrug der Anteil 6 Prozent.
Neue Förderung für Elektroautos
Allgemein hängt der Autobesitz stark vom Einkommen ab: Vier von fünf Haushalten besaßen überhaupt einen Pkw, unabhängig von der Antriebsart. In der unteren Einkommensgruppe waren es 59 Prozent, in der oberen 95 Prozent. Die Verteilung von Elektroautos fiel jedoch noch ungleicher aus als die von Pkw insgesamt. Die Daten stammen aus der größten Stichprobe unter rund 54.000 privaten Haushalte, deren Ausstattung mit ausgewählten Gebrauchsgütern nur alle fünf Jahre amtlich erhoben wird. Seit 2023 sind zwar rund eine Million E-Autos oder Plug-in-Hybride hinzugekommen, doch neuere amtliche Daten zur Verteilung nach Einkommen liegen nicht vor.
Die Erhebung bestätigt eine wissenschaftliche Auswertung der früheren Kaufprämie für Elektroautos, die 2023 endete: Demnach kam die Staatshilfe damals überwiegend Vielverdienern zugute. Ab diesem Jahr möchte die Bundesregierung eine Förderung beim Kauf oder beim Leasing eines neuen E-Autos oder Plug-in-Hybrids durch Privatpersonen mit niedrigen und mittleren Einkommen einführen. Die Förderung soll bis zu 6000 Euro betragen, abhängig vom Einkommen und der Zahl der Kinder im Haushalt.
Damit Elektroautos und Plug-in-Hybride überall elektrisch fahren können, ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig. Gut 188.000 öffentliche Ladepunkte gab es zum 1. Dezember 2025 in Deutschland. Davon waren knapp 47.000 Schnellladepunkte. »Dabei gibt es regionale Unterschiede«, betonen die Statistiker. Besonders in Bayern und Baden-Württemberg gibt es demnach verhältnismäßig viele Ladestationen, ebenso in den Landkreisen an der Nordseeküste. Niedrig ist die Dichte hingegen in den ostdeutschen Bundesländern.
Durchschnittlich sieben Minuten mit dem Auto liegt die nächste öffentlich zugängliche Ladesäule bundesweit entfernt. In Ballungsräumen sind es oft nur zwei bis fünf Minuten zur nächsten Ladestation, in siedlungsarmen Regionen hingegen bis zu 30 Minuten. Außerhalb der Statistik laufen die privaten Ladepunkte. Die bisher zugelassenen Elektroautos werden hauptsächlich auf dem eigenen Grundstück mit Strom versorgt.
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