SpOn 23.01.2026
10:41 Uhr

Eisregen in Niedersachsen: Schulausfall und Hunderte Unfälle


Die Polizei in Niedersachsen spricht von einem »massiven Problem«: Die Straßen sind gefährlich glatt. Eisregen stoppt teilweise auch den Schulbetrieb. Auf der A44 in NRW kam es zu einer tödlichen Unfallserie.

Eisregen in Niedersachsen: Schulausfall und Hunderte Unfälle

Eisregen und extreme Glätte haben im nördlichen Nordrhein-Westfalen und westlichen Niedersachsen für teils gefährliche Straßenverhältnisse gesorgt. Das führte zu Schulausfällen in Osnabrück, der Grafschaft Bentheim, im Emsland und im Landkreis Vechta.

Am Freitagmorgen gab es in dem Gebiet viele Verkehrsunfälle, ein Polizeisprecher nannte die Lage auf den Straßen »katastrophal«. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor allem westlich der Weser am Freitagvormittag vor Regen oder Sprühregen, der auf gefrorenen Böden zu gefährlichem Glatteis werden kann.

In den betroffenen Landkreisen sowie in der Stadt Osnabrück fiel der Unterricht an den allgemeinbildenden Schulen aus. Laut Landkreis Osnabrück ist die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler, die trotz des Wetters zur Schule kommen, gesichert.

Schulausfälle in Niedersachsen

  • Stadt Osnabrück (Distanzunterricht an Berufsbildenden Schulen)

  • Landkreis Osnabrück (Distanzunterricht an Berufsbildenden Schulen)

  • Landkreis Emsland (teils Distanzunterricht an Berufsbildenden Schulen)

  • Landkreis Grafschaft Bentheim (Distanzunterricht an Berufsbildenden Schulen)

  • Landkreis Vechta

Der Landkreis Grafschaft Bentheim teilte mit, wegen der Wetterlage könne ein sicherer Schülertransport nicht gewährleistet werden. Von der Regelung sei auch das Missionsgymnasium Bardel betroffen.

Nach Angaben der Stadtwerke Osnabrück war zwischenzeitlich zudem der Linienverkehr im Stadtgebiet »weitestgehend eingestellt«, es kann demnach weiter Verspätungen geben. Auch der Nordhorner Tierpark blieb geschlossen.

Viele Unfälle

Auf den Straßen zeigte sich nach Angaben eines Sprechers der Polizei Osnabrück ein »massives Problem«: Seit den frühen Morgenstunden habe es vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln mehrere Hundert Unfälle wegen Glätte gegeben, es sei »brandgefährlich«.

Neben dem Landkreis und der Stadt Osnabrück waren auch hier die Landkreise Grafschaft Bentheim, Emsland und Vechta betroffen. Auch die Polizei im Landkreis Oldenburg warnte vor extremer Straßenglätte, vor allem im Raum Wildeshausen, Großenkneten, Ahlhorn und auf der A1 – es habe viele Unfälle gegeben.

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In Vechta sei die Lage »katastrophal«, sagte ein Sprecher. Auch Lastwagen stünden quer. Überwiegend handelte es sich den Angaben zufolge bei den Unfällen in dem betroffenen Gebiet zwar um Blechschäden, es gibt aber auch Leichtverletzte. »Wenn es irgend möglich ist, sollte man zu Hause bleiben«, riet der Sprecher der Polizei Osnabrück.

Ein großer Unfallschwerpunkt in Ostfriesland sei die Autobahn 31, sagte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Leer/Emden. Dort sei am Morgen ein Lastwagen auf glatter Straße zwischen den Anschlussstellen Leer-Ost und Leer-Nord ins Rutschen gekommen und habe sich quergestellt. Auch auf dem Autobahnabschnitt weiter nördlich zwischen Riepe (Landkreis Aurich) und Neermoor (Landkreis Leer) kam es demnach zu mehreren Unfällen. Die Autobahn wurde deshalb dort von Emden in Richtung Leer gesperrt.

Drei Tote und elf Verletzte bei Unfallserie auf der A44

Bei einer Unfallserie aufgrund von Glätte auf der Autobahn 44 bei Paderborn sind am frühen Morgen drei Menschen ums Leben gekommen und mindestens elf verletzt worden. Das sagte eine Sprecherin der Polizei Bielefeld. Die Unfallserie ereignete sich demnach zwischen den Anschlussstellen Marsberg und Lichtenau im Kreis Paderborn.

wit/dpa/AFP