Die Polizei spricht von »missglückter Starthilfe«, tatsächlich war es wohl gefährlicher Leichtsinn: Eine Fünfzehnjährige hat im Südosten Baden-Württembergs ihr Auto abgebrannt. Das Fahrzeug, ein sogenanntes Mopedauto, startete nicht – vermutlich aufgrund von Kälte, teilte die Polizei mit. Die Jugendliche beschloss daher, selbst nachzuhelfen.
Zu diesem Zweck holte sie sich einen Heißluftföhn und Bremsreiniger. Mit dem Föhn blies sie den Bremsreiniger in den Ansaugstutzen des Motors, wodurch sich im Motorraum ein Brand entwickelte. Das Feuer griff schnell auf das ganze Fahrzeug über.
Die angerückte Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen, das Leichtkraftfahrzeug der Marke Aixam brannte jedoch bis auf wenige Metallteile komplett ab. Die Schadenshöhe an Fahrzeug und Straßensubstanz könne derzeit noch nicht beziffert werden, hieß es von der Polizei weiter. Der Vorfall ereignete sich in Ehingen südwestlich von Ulm.
Ein Mopedauto ist ein sehr kleines, leichtes, Auto-ähnliches Fahrzeug, das rechtlich als Leichtkraftfahrzeug (Fahrzeugklasse L6e) gilt und maximal 45 Kilometer pro Stunde schnell sein darf. Je nach Land kann das Gefährt oft schon ab 15 oder 16 Jahren mit einem speziellen Führerschein gefahren werden.
Bei einem Heißluftföhn handelt es sich um ein elektrisches Werkzeug, das sehr heiße Luft ausbläst – ähnlich wie ein Haartrockner, aber mit deutlich höheren Temperaturen bis zu 600 Grad Celsius. Es wird zum gezielten Erwärmen von Materialien benutzt, zum Beispiel um Lack und Farbe zu lösen, Kunststoffe zu verformen, Klebeverbindungen zu aktivieren, Bauteile zu entlöten oder vereiste Teile aufzutauen.
