SpOn 18.02.2026
08:21 Uhr

EZB: Christine Lagarde plant offenbar vorzeitigen Rücktritt wegen Frankreichs Wahlen


EZB-Präsidentin Lagarde will laut einem Medienbericht schon vor dem Ende ihrer regulären Amtszeit ihren Posten aufgeben. Der Wechsel soll mit den Präsidentschaftswahlen in Frankreich zusammenhängen.

EZB: Christine Lagarde plant offenbar vorzeitigen Rücktritt wegen Frankreichs Wahlen

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), wird einem Medienbericht zufolge voraussichtlich vorzeitig aus dem Amt scheiden. Es werde damit gerechnet, dass sie ihre regulär bis Oktober 2027 laufende ​achtjährige Amtszeit nicht vollständig absolvieren werde, meldete die Zeitung »Financial Times«  ⁠unter Berufung auf eine mit Lagardes Überlegungen vertraute Person.

Lagarde habe sich demnach noch nicht auf den genauen Zeitpunkt ihres ‌Ausscheidens festgelegt. Sie habe aber vor, ​ihren Posten ‌vor der im April 2027 geplanten französischen Präsidentschaftswahl zu räumen. Sie wolle Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz die Gelegenheit geben, ‌eine neue Spitze für die EZB zu finden. Macron darf 2027 nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten ‌nicht erneut antreten.

Ein EZB-Sprecher ​sagte, Lagarde ‌konzentriere sich voll und ganz auf ihre ‌Aufgabe ​und habe keine Entscheidung über das Ende ihrer Amtszeit getroffen.

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Lagarde ist seit November 2019 Präsidentin der EZB. Ihre achtjährige Amtszeit an der Spitze der Euro-Notenbank endet am 31. Oktober 2027.

Als mögliche Kandidaten für die Nachfolge gelten laut einer FT-Umfrage unter Ökonomen unter anderem der frühere spanische Notenbankchef Pablo Hernández de Cos sowie der niederländische Zentralbankpräsident Klaas Knot. Auch Bundesbankpräsident Joachim Nagel  und EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel werden gehandelt. Mehr zu Schnabel und ihren Chancen lesen Sie hier: Kann diese Deutsche EZB-Chefin werden? 

hej/Reuters