Die Duisburger Kommunalbetriebe DVV haben zwei ihrer Vorstandsmitglieder entlassen. Sie sollen mehreren Betriebsräten Gehälter genehmigt oder in Aussicht gestellt haben, die viel höher als üblich sein sollen. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Managern Untreue und mögliche Verstöße gegen das Betriebsverfassungsgesetz vor.
Im Zuge der Ermittlungen wurden auch die Wohnungen der beiden Vorstandsmitglieder durchsucht, wie die Duisburger Staatsanwaltschaft mitteilte . Dabei seien Unterlagen, Datenträger und Mobiltelefone sichergestellt worden.
Der Betriebsrat hat etwa bei Personalangelegenheiten erhebliche Mitspracherechte. Ein anonymer Hinweis hatte Stadt und Behörden auf die mögliche Gehaltsaffäre aufmerksam gemacht. Daraufhin hatte der DVV-Aufsichtsratschef, Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, eine externe Rechtsanwaltskanzlei mit der Prüfung des Vorgangs beauftragt. Das geht aus einer Mitteilung der Duisburger Kommunalbetriebe hervor.
Nach Angaben der Kommunalbetriebe hatten die beschuldigten Manager zugesichert, ihre Posten vorerst ruhen zu lassen. Doch das soll nicht passiert sein: Stattdessen sollen sie versucht haben, die Aufklärung zu behindern. Laut Staatsanwaltschaft haben die Manager möglicherweise Mitarbeiter aufgefordert, belastende Dokumente zu vernichten. Deshalb werde auch wegen Anstiftung zur Urkundenunterdrückung und des Verdachts der versuchten Strafvereitelung ermittelt.
