SpOn 10.01.2026
14:31 Uhr

Düsseldorf: Polizei nimmt mutmaßlichen Taxi-Angreifer fest


Knapp ein Dutzend Schüsse durchschlagen kurz vor Silvester die Windschutzscheibe eines Taxis in Düsseldorf. Der Angriff gilt offenbar einem Fahrgast. Nun haben die Ermittler einen Verdächtigen.

Düsseldorf: Polizei nimmt mutmaßlichen Taxi-Angreifer fest

Die Tat sorgte für Entsetzen: Zwischen Weihnachten und Neujahr schoss ein Unbekannter mehrmals auf ein Düsseldorfer Taxi. Der Angriff galt offenbar einem Fahrgast. Zehn Tage später sitzt nun ein Verdächtiger in Untersuchungshaft. Die Mordkommission habe den 37-Jährigen ermittelt und festgenommen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Er habe die türkische Staatsbürgerschaft. Der Ort der Festnahme wurde nicht genannt. Was den Verdächtigen belastet und wie er ermittelt werden konnte, blieb ebenfalls ungenannt.

Der Angriff hatte sich am 30. Dezember ereignet. Der 40-jährige Fahrgast wurde von mehreren Kugeln getroffen und lebensgefährlich verletzt. Fotos zeigten zehn Einschusslöcher im Taxi, neun davon auf der Beifahrerseite der Frontscheibe. Das Opfer hat wie der Verdächtige die türkische Staatsangehörigkeit und ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Opfer ist mit einem Drogenboss verwandt

Bei dem 40-jährigen Opfer handelt es sich um den Neffen eines bekannten Drogenbosses, der in den Niederlanden seit vielen Jahren im Gefängnis sitzt. Die Tat hatte sich in Düsseldorf auf einer Hauptverkehrsstraße ereignet, zwischenzeitlich war ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Die Ermittler hatten damals von zwei Tätern berichtet.

Die Spurensicherung stieß am Tatort auf zahlreiche Patronenhülsen. Den Ermittlungen zufolge standen der oder die Angreifer während der Tat vermutlich im Bereich der Straßenbahnschienen mitten auf der Fahrbahn.

Im Taxi sollen sich außer dem Fahrer und dem Opfer noch weitere Personen befunden haben, die aber unverletzt blieben.

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Im März war in Düsseldorf bereits ein Fahrgast in einem Uber-Fahrzeug erschossen worden. Der inzwischen 24-jährige mutmaßliche Schütze wurde im November zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Überwachungskameras einer Autovermietung hatten die Tat aufgezeichnet.

mkh/dpa