SpOn 14.01.2026
18:54 Uhr

Donald Trumps Migrationspolitik: USA stoppt offenbar Visa-Verfahren für Menschen aus 75 Ländern


Die Trump-Regierung soll vorhaben, die Visavergabe für zahlreiche Länder auszusetzen, darunter Somalia, Russland und Iran. Sie wolle damit verhindern, dass Ausländer Sozialhilfe in Anspruch nehmen.

Donald Trumps Migrationspolitik: USA stoppt offenbar Visa-Verfahren für Menschen aus 75 Ländern

Unter Donald Trump verschärft die US-Regierung ihre Einwanderungspolitik weiter: »Die USA stoppen die gesamte Visabearbeitung für 75 Länder, darunter Somalia, Russland und Iran«, verkündete die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, im Onlinedienst X. Die US-Regierung will damit nach eigenen Angaben die Einreise von Ausländern verhindern, die Sozialhilfe und andere öffentliche Leistungen in Anspruch nehmen könnten.

Noch keine konkrete Liste betroffener Staaten

Welche Länder von den neuen Restriktionen betroffen sind, machte das Außenministerium nicht bekannt. Regierungssprecherin Karoline Leavitt postete auf der Plattform X einen Bericht des TV-Senders Fox News zum Thema und schrieb darüber, dass Somalia, Russland und Iran unter den 75 Ländern seien. Darin heißt es ebenfalls, auch Anträge für Einwanderungsvisa aus Afghanistan, Ägypten, Brasilien, dem Irak, Jemen, Nigeria und Thailand würden ab dem 21. Januar bis auf Weiteres nicht mehr bearbeitet.

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Die Bearbeitung der Visaanträge aus diesen Ländern solle so lange pausieren, bis das US-Außenministerium die Verfahren überarbeitet habe, teilte Ministeriumssprecher Tommy Pigott mit. Damit setze »die Trump-Regierung dem Missbrauch des amerikanischen Einwanderungssystems durch jene ein Ende, die den amerikanischen Bürgern Reichtum entziehen würden«, erklärte Pigott – etwa indem sie Sozialhilfe und andere Leistungen beantragten.

Unklar ist, inwiefern sich die Visasperre auf die Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr auswirken könnte. Die USA richten die WM vom 11. Juni bis zum 19. Juli gemeinsam mit Kanada und Mexiko aus.

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Einen Grund für das Aussetzen der Visaverfahren nannte das Außenministerium nicht. Wann der Stopp in Kraft tritt, blieb ebenfalls unklar. Fox News nannte den 21. Januar. Wie lange die Pause dauern soll, ist vom Außenministerium bislang nicht mitgeteilt worden.

Die US-Regierung unter Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten immer wieder bei ihrer Migrationspolitik strengere Regeln eingeführt. Erst am Montag teilte das Außenministerium mit, dass es seit Trumps Amtsantritt im vergangenen Jahr mehr als 100.000 Visa widerrufen hat. Zudem ordnete Trump Massenabschiebungen von Zugewanderten ohne gültige Aufenthaltserlaubnis an.

lph/AFP/dpa