SpOn 01.01.2026
16:46 Uhr

Donald Trump und Benjamin Netanyahu haben zusammen Silvester in Florida gefeiert


Er hat es vor der Weltpresse scherzhaft angedeutet – und Wort gehalten: Donald Trump hat Israels Premier zu seiner pompösen Silvesterfeier im Mar-a-Lago-Club eingeladen. Auch dabei: Rudy Giuliani.

Donald Trump und Benjamin Netanyahu haben zusammen Silvester in Florida gefeiert

Donald Trump hat in Mar-a-Lago Silvester gefeiert. Unter den prominenten Gästen der pompösen Silvesterparty des US-Präsidenten war auch Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu. Er stand am Mittwochabend (Ortszeit) neben dem in einen Smoking gekleideten Trump, wie aus einem Beitrag in Onlinenetzwerken des konservativen Influencers Michael Solakiewicz hervorgeht. Zahlreiche israelische Medien berichten  ebenfalls darüber.

Auf der Gästeliste standen neben Trumps engem Vertrauten Rudy Giuliani und dem emiratischen Milliardär Hussain Sajwani auch seine Söhne Eric und Don Jr. sowie hochrangige Mitglieder seiner Regierung, darunter Heimatschutzministerin Kristi Noem und der Vizestabschef des Weißen Hauses, Dan Scavino.

Rudy Giuliani kommt zu einer Silvesterfeier mit US-Präsident Trump im Mar-a-Lago Club

Rudy Giuliani kommt zu einer Silvesterfeier mit US-Präsident Trump im Mar-a-Lago Club

Foto: Alex Brandon / AP / dpa

Netanyahu war am Montag auf Trumps luxuriösem Privatanwesen Mar-a-Lago in Palm Beach eingetroffen. Trump hatte während des Treffens mit seinem engen Verbündeten, bei dem es unter anderem um den Friedensplan für den Gazastreifen ging, scherzhaft angedeutet, dass der israelische Regierungschef an seiner Party teilnehmen könnte.

Netanyahus Visite in Florida ist bereits der fünfte US-Besuch des israelischen Regierungschefs in diesem Jahr. Trump wies Berichte über Spannungen zwischen ihm und Netanyahu zurück.

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Trump hatte bei dem Treffen mit Netanyahu Iran im Schulterschluss mit Israel neue Militärschläge angedroht. Er befürwortet einen erneuten israelischen Angriff, sollte Iran weiter Raketen bauen, sagte Trump bei dem Treffen.

Noch entschiedener äußerte sich Trump zum iranischen Atomprogramm: Die USA würden »sofort« selbst eingreifen, falls dies nötig sein sollte. Die islamistische Hamas machte Trump zudem für den stockenden Friedensprozess im Gazastreifen verantwortlich.

»Wir werden es sofort tun«, sagte der US-Präsident zu möglichen Angriffen auf Iran für den Fall, dass diplomatische Versuche scheitern und Teheran sein Nuklearprogramm fortsetzt. In Abgrenzung zu Israel habe er sich damit aber offen für eine Wiederaufnahme diplomatischer Gespräche mit Teheran gezeigt, schrieb dazu das »Wall Street Journal«. Israels früher Botschafter in den USA, Michael Oren, sagte dagegen dem israelischen TV-Sender KAN, Trump habe Israel mit seinen Worten de facto »grünes Licht« für einen Angriff auf Iran gegeben, sollte Teheran sein Raketenarsenal und sein Nuklearprogramm neu aufbauen.

dop/AFP