SpOn 12.12.2025
07:42 Uhr

Donald Trump spricht erneut über baldige Landeinsätze in Venezuela


»Es wird bald auch an Land beginnen«: US-Präsident Donald Trump wiederholt seine Drohungen gegen das Maduro-Regime. Dessen erweiterte Familie wird derweil mit Sanktionen belegt.

Donald Trump spricht erneut über baldige Landeinsätze in Venezuela

Erst hat er einen Öltanker vor der Küste Venezuelas beschlagnahmen lassen, nun kündigt US-Präsident Donald Trump erneut ohne konkrete Angaben baldige Bodeneinsätze an. »Es wird bald auch an Land beginnen«, sagte der Republikaner im Weißen Haus. Er nannte allerdings weder Venezuela noch andere Länder beim Namen. Auch, um was für US-Einsätze es gehen könnte, ließ Trump offen. Unmittelbar davor hatte er indirekt über die seit Wochen andauernden tödlichen US-Angriffe auf Boote mit angeblichen Drogenschmugglern in der Karibik gesprochen.

Der Republikaner hatte ausführlich auf eine Frage eines Journalisten zum Hintergrund der Beschlagnahme des Öltankers vor der Küste Venezuelas am Vortag geantwortet. Bereits in den vergangenen Wochen hatte der US-Präsident von Landeinsätzen in der Region gesprochen, die »sehr bald« beginnen sollten. Zuletzt entgegnete er im Interview des Nachrichtenportals »Politico« auf die Frage nach einer möglichen amerikanischen Bodeninvasion in Venezuela, er wolle weder etwas bestätigen noch ausschließen. Vor einiger Zeit hatte Trump bereits öffentlich bestätigt, dass er auch verdeckte Einsätze des Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela genehmigt habe.

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Die US-Küstenwache und andere Einheiten hatten am Mittwoch vor der Küste Venezuelas einen Öltanker unter ihre Kontrolle gebracht. Der autoritär regierende Präsident des südamerikanischen Landes, Nicolás Maduro, wirft den USA vor, es bei der Eskalation des Konflikts vor allem auf dieses Öl abgesehen zu haben und einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Trump sagte unlängst, Maduros Tage als Präsident seien gezählt.

Die USA hatten zuletzt Kräfte in der Karibik zusammengezogen. Es gab zahlreiche tödliche Angriffe des Militärs auf Boote mit Menschen, die Drogen geschmuggelt haben sollen. Kritiker werten das Vorgehen als Verstoß gegen das Völkerrecht, Trumps Regierung spricht hingegen von einem legitimen Kampf gegen »Drogenterroristen«. Die USA haben ein großes Drogenproblem. Trump macht andere Länder dafür verantwortlich.

Autokratischer Machthaber Maduro

Autokratischer Machthaber Maduro

Foto: Leonardo Fernandez Viloria / REUTERS

Derweil hat das US-Finanzministerium weitere Sanktionen verhängt. So wurden gegen drei Neffen der Ehefrau des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro Strafmaßnahmen erlassen, vor allem im Zusammenhang mit Drogenvorwürfen. Die Maßnahmen richten sich auch gegen den venezolanischen Ölsektor, der weiterhin das illegitime Regime finanziere, teilte das Ministerium mit.

Dazu gehören demnach sechs Reedereien, deren Schiffe venezolanisches Öl transportieren. Auch sechs Schiffe wurden mit Sanktionen belegt.

dop/dpa/AFP