Donald Trump setzt seine Provokationen gegen Verbündete der USA fort. Mit einer mithilfe von KI erzeugten Fotomontage deutete er nun an, dass er neben Grönland auch Kanada unter die Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen will.
Auf seiner Onlineplattform Truth Social veröffentlichte der Präsident zwei Fotomontagen: Auf einem der Bilder wird Trump im Oval Office mit europäischen Staats- und Regierungschefs und einer Landkarte gezeigt. Darauf sind die USA, Venezuela, Grönland und Kanada zu sehen – und alle Länder tragen die US-amerikanische Flagge.
— Rapid Response 47 (@RapidResponse47) January 20, 2026
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In der Vergangenheit hatte Trump bereits mehrfach öffentlich angekündigt, Kanada an die USA anschließen zu wollen. So solle das Nachbarland der »51. Bundesstaat« werden. Der kanadische Premierminister Mark Carney hatte Trumps territorialen Ambitionen vergangenen Mai eine klare Absage erteilt.
Das Originalbild war im August 2025 im Oval Office im Weißen Haus entstanden: Es zeigt Trump unter anderem mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dem britischen Premierminister Keir Starmer und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, Thema war der Krieg in der Ukraine. Auf dem Kartenständer war eine Ukrainekarte zu sehen.
Trump, Besucher mit Ukrainekarte am 18. August im Weißen Haus
Foto: White House / ZUMAPRESS.com / picture allianceAuf einem zweiten von Trump am Dienstag geteilten Foto ist der US-Präsident bei der Eroberung Grönlands dargestellt. Auf einem Schild ist »Grönland – US-Territorium, gegründet 2026« zu lesen. Neben Trump sind auch US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio zu sehen.
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Trump hatte zuvor bekräftigt, dass die zu Dänemark gehörende Insel Grönland »von entscheidender Bedeutung« für die internationale Sicherheit und die nationale Sicherheit der USA sei. »Es gibt kein Zurück – darin sind sich alle einig!«, schrieb Trump. Er will Dänemark dazu bringen, den USA die Arktisinsel zu verkaufen. Deutschland und weitere Staaten hatten daraufhin als Zeichen der Solidarität mit Dänemark Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt .
Dänemark kündigt Reaktion an
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte, Dänemark könne nicht über Souveränität, Identität, Grenzen und Demokratie verhandeln. Das sei eine Frage der Weltordnung. »Das Schlimmste liegt möglicherweise noch vor uns.« Wenn jemand einen Handelskrieg mit Europa beginne, dann werde man natürlich reagieren, sagte Frederiksen.
In Venezuela war das US-Militär zum Jahresbeginn eingedrungen und hatte den autoritären Staatschef Nicolás Maduro festgenommen und außer Landes gebracht. Trump will die Ölindustrie in dem südamerikanischen Land hochfahren und verspricht sich davon große Gewinne, die dem venezolanischen Volk und den USA zugutekommen sollen.
Was die Wähler von Donald Trump von seinem Griff nach Grönland halten, erfahren Sie hier .
