Donald Trump hat seiner Assistentin Natalie Harp sowie zwei weiteren jungen Mitarbeitenden offenbar je 45.000 Dollar geschenkt. Das berichtet die »Washington Post« unter Bezugnahme auf Dokumente, die von der US-Regierung veröffentlicht wurden.
Es soll sich demnach um »Geldgeschenke für den Urlaub« gehandelt haben; die Höhe ist bemerkenswert, so die Zeitung, schließlich verdienen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Weißen Hauses in dieser Position rund 150.000 Dollar jährlich. Das »Taschengeld« für die freien Tage wäre somit fast ein Drittel des Jahressalärs.
Richard Painter, der als Jurist unter George W. Bush über die ethischen Grundsätze im Weißen Haus gewacht hat, sagte der »Washington Post«, die Geschenke dürften wohl geltendes Recht verletzen, wonach das Gehalt von Regierungsmitarbeitern nicht von außerhalb aufgestockt werden darf.
Der Präsident pflege seit Langem die Tradition, Menschen aus seinem Umfeld zu Weihnachten Geschenke zu machen, darunter gelegentlich auch Mitarbeiter und Berater, schrieb die Pressestelle des Weißen Hauses auf X. »Die hier zur Diskussion stehenden Geschenke stehen in keinerlei Zusammenhang mit den offiziellen Aufgaben dieser Personen in der Regierung und sind daher nach den einschlägigen rechtlichen und ethischen Standards vollkommen zulässig«, hieß es weiter.
Dass nun Natalie Harp in diesen Fall verwickelt ist, verwundert nicht. Seit Wochen redet Amerika über die Frau, die sich im engsten Machtzirkel von Donald Trump bewegt, aber nie auffiel. Sie gilt als eine der loyalsten und treuesten Begleiterinnen des US-Präsidenten.
Sie soll den Zugang zu Trump Tag und Nacht kontrollieren
Früher war die 35-jährige Fernsehmoderatorin bei einem rechten Sender. Was ihre heutige Rolle in Trumps Team genau umfasst, ist nicht ganz eindeutig.
So richtig ins Rollen brachte die Aufregung um Harp ein Mann, um den sich Spekulationen ranken, ob er bei der Präsidentschaftswahl 2028 für die Demokraten antreten könnte: Senator Jon Ossoff aus dem Ostküsten-Bundesstaat Georgia. Er will bei den Zwischenwahlen im November seinen Platz im US-Senat verteidigen.
In einer Wahlkampfrede attackierte Ossoff vor wenigen Wochen Trump. Er sagte, dem Präsidenten sei es wichtig, seinen Ballsaal auf dem Gelände des Weißen Hauses zu bauen und »mit Natalie« im von Katar geschenkten Regierungsflieger zu reisen – anstatt seinen Präsidentenjob zu erledigen. Das brachte Trump und das Weiße Haus auf die Palme. Gleich von mehreren Seiten wurde Ossoff mit Häme überzogen. So kam Harp ins Rampenlicht.
Laut CNN soll Harps Omnipräsenz zu Unmut innerhalb des Stabs geführt haben. Die »New York Times« schrieb, Harp kontrolliere im Weißen Haus den Zugang zum Präsidenten und arbeite Tag und Nacht.
Um Donald Trump nahe zu sein, stieg Natalie Harp schon in den Kofferraum und campte in der Umkleide. Die Assistentin des US-Präsidenten überschüttet ihn mit Bewunderung und sorgt für Irritationen. Hier lesen Sie mehr über die Frau an Trumps Seite .
