Trotz Korruptionsvorwürfen soll ein Jumbojet aus Katar nach Worten von US-Präsident Donald Trump pünktlich zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten als Regierungsflieger bereitstehen. Trump bejahte die Frage einer Journalistin, ob er die Maschine bis zum 4. Juli – dem Unabhängigkeitstag der USA – erwarte. Im Mai 2025 hatte Trump trotz scharfer Kritik das wertvolle Flugzeug als Geschenk des Golfemirats Katar angenommen und damit eine Debatte über mögliche Korruption entfacht.
Früheren Berichten zufolge hat die Maschine vom Typ Boeing 747 einen Wert von etwa 400 Millionen US-Dollar (340 Mio Euro). Das außergewöhnliche Präsent eines ausländischen Partners wirft rechtliche und ethische Fragen auf. Demokraten sprachen von »blanker Korruption« und drohten mit Protestaktionen im US-Parlament.
Trump hingegen verteidigte das Geschenk des Golfstaates vehement. Über mehrere Tage argumentierte er, es wäre unsinnig und gar »dumm«, ein solches Angebot für ein »kostenloses, sehr teures Flugzeug« auszuschlagen – schließlich spare der amerikanische Steuerzahler damit Geld.
Die US-Verfassung verbietet es Regierungsvertretern eigentlich, Geschenke, Titel oder Ähnliches »von einem König, Prinzen oder ausländischen Staat« ohne Zustimmung des US-Kongresses anzunehmen. Deshalb ging das extravagante Geschenk offiziell an das Pentagon.
Wie das »Wall Street Journal« berichtet , wird der US-Präsident wohl das bombastische Interieur beibehalten, dazu zählen demnach gigantische Ledersessel, Plüschsofas und eine Fake-Bücherwand. Entfernt werden hingegen die arabischen »Exit«-Zeichen. Das Pentagon soll zudem ein Sicherheitsupdate in Höhe von 400 Millionen US-Dollar vorgenommen haben.
Auch Katars Regierung wies Kritik zurück. Es handele sich um ein »ganz einfaches Geschäft von Regierung zu Regierung«, sagte Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani dem Sender CNN. Es sei eine normale »Transaktion«. Die vielen Diskussionen über das Thema verstehe er nicht.
