US-Präsident Donald Trump hat offenbar ein neues Ziel im Blick: In einer Serie an Beiträgen auf seiner Plattform Truth Social griff er am Sonntag Kuba an. »Es wird kein Öl oder Geld mehr nach Kuba gehen – null!«, schrieb Trump in Versalien in einem Posting . Weiter hieß es darin, wohl an die politische Führung Kubas gerichtet: »Ich rate ihnen dringend, einen Deal zu machen, BEVOR ES ZU SPÄT IST.«
Als Grund für seine Ankündigung nannte Trump die angebliche Unterstützung Kubas für die venezolanische Regierung. Kuba sei »über viele Jahre von großen Mengen Öl und Geld aus Venezuela abhängig« gewesen, schrieb der US-Präsident. »Im Gegenzug stellte Kuba ›Sicherheitsdienste‹ für die letzten beiden venezolanischen Diktatoren bereit, ABER NICHT MEHR! Die meisten dieser Kubaner sind durch den Angriff der USA in der vergangenen Woche gestorben, und Venezuela braucht keinen Schutz mehr vor den Schlägern und Erpressern, die sie so viele Jahre als Geiseln gehalten haben«, behauptete Trump weiter.
Venezuela habe nach dem gewaltsamen Sturz Nicolás Maduros nun die Vereinigten Staaten an seiner Seite. Das in Trumps Augen »mächtigste Militär der Welt (bei Weitem!)« werde Venezuela nun »schützen«, schrieb der US-Präsident. Bereits vergangene Woche hatte Trump gesagt, auch Kuba werde bald »fallen«.
Rubio als »Präsident von Kuba« klingt für Trump »gut«
Trump teilte auf Truth Social außerdem mehrere Beiträge anderer Nutzer und versah diese zum Teil mit Kommentaren. Zum Posting eines Users, der mit einem Lachsmiley versehen vorschlug, US-Außenminister Marco Rubio könne »Präsident von Kuba« werden, schrieb Trump: »Hört sich gut an für mich.«
Zudem teilte er den Beitrag einer Nutzerin, die ein künstlich generiertes Foto von Trump gepostet hatte. Der US-Präsident zieht auf dem Bild an einer Zigarre. Hinter ihm sind die kubanische Flagge und eine Straßenszene, die an Kubas Hauptstadt Havanna erinnert, zu sehen.
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Kuba wird derzeit von Präsident Miguel Díaz-Canel regiert, der seit 2018 im Amt und seit 2021 Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) ist. Er folgte Raúl Castro, dem Bruder Fidel Castros, und führt das Land weiterhin als sozialistischen Einparteienstaat mit strenger Kontrolle durch die PCC.
Der Karibikstaat ist seit Jahrzehnten ein enger Verbündeter Venezuelas und schon länger insbesondere im Visier des heutigen US-Außenministers Marco Rubio, eines Sohns kubanischer Einwanderer.
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