SpOn 16.01.2026
16:56 Uhr

Donald Trump droht Gegnern seiner Grönland-Politik mit Strafzöllen


Donald Trump will Grönland zu US-Staatsgebiet machen, entweder per Kaufvertrag oder mit militärischer Gewalt. Wer sich dem Vorhaben entgegenstellt, soll seinen Zorn zu spüren bekommen.

Donald Trump droht Gegnern seiner Grönland-Politik mit Strafzöllen

US-Präsident Donald Trump hat im Streit ‌um Grönland mit wirtschaftlichen Konsequenzen gedroht. »Ich werde möglicherweise einen Zoll gegen Staaten verhängen, die bei Grönland nicht mitziehen, denn wir brauchen Grönland für die ‌nationale Sicherheit«, sagte er im Weißen ⁠Haus.

Konkreter wurde er nicht. Zuvor hatte Trump darüber gesprochen, wie er europäischen Ländern wie Deutschland und Frankreich in anderen Zusammenhängen mit Zöllen gedroht hatte, um seine Interessen durchzusetzen.

Trump hat wiederholt sein Interesse an Grönland bekundet. Er verweist auf die strategischen Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten. Der US-Präsident schloss bislang einen Einsatz des US-Militärs nicht aus, um Kontrolle über Grönland zu erlangen.

Das weitgehend autonome Grönland gehört zum Hoheitsgebiet Dänemarks. Mehrere Nato-Verbündete senden nun Soldaten für eine Erkundungsmission auf die Arktisinsel. Die Bundeswehr schickt etwas mehr als ein Dutzend Soldaten, auch Norwegen, Schweden, Finnland, Großbritannien, Frankreich und Niederlande beteiligen sich. Ziel sei es, zu sondieren, wie andere europäische Nationen das Königreich bei der »Gewährleistung der Sicherheit in der Region« unterstützen können, hieß es aus dem Bundesverteidigungsministerium.

Mehr zum Thema

Auf einem inoffiziellen Grönlandgipfel in Washington vor wenigen Tagen verabredeten die USA und Dänemark, eine Arbeitsgruppe einzurichten. Über deren Auftrag herrschen aber offenbar unterschiedliche Ansichten im Weißen Haus und in der dänischen Regierung.

Auf Grönland gibt es große Vorkommen von Bodenschätzen. Karten zeigen, warum die riesige Arktisinsel auch militärstrategisch wichtig ist. Hier lesen Sie, warum Trump Grönland haben will .

jml/Reuters/dpa