Reporter:
»Das Weiße Haus hat heute ein neues Portal für »Fake News« gestartet. Was ist Ihr Ziel damit?«
Karoline Leavitt, Pressesprecherin:
»Ja, das haben wir. Ich bin froh, dass Sie das bemerkt haben, sehr zum Leidwesen einiger Ihrer Kollegen hier im Raum, John. Und ich denke, das entspricht unserem ursprünglichen Versprechen vom ersten Tag an, die Medien zur Rechenschaft zu ziehen.«
Die »Mediensünder der Woche« werden beispielsweise auf der angesprochenen Seite von der US-Regierung angeprangert. Dort listet die sogenannte Seite der Schande Sender, Zeitungen, Zeitschriften und einzelne Reporterinnen und Reporter auf, die angeblich wissentlich falsch über die US-Regierung berichten.
Dabei versucht die Trump-Regierung mithilfe der Website, ihre eigenen Interpretationen als Wahrheit darzustellen. Präsident Trump fiel zuletzt verstärkt mit persönlichen Beleidigungen gegenüber Journalistinnen und Reportern auf, wenn diese ihm kritische Fragen gestellt haben.
Palm Beach, 27. November
Reporterin:
»Warum machen Sie die Biden Regierung dafür verantwortlich?«
Donald Trump, US-Präsident:
»Die haben sie reingelassen. Sind Sie dumm? Sind Sie eine dumme Person?«.
Anderer Ort, ähnliche Tonlage.
Air Force One, 14. November
Donald Trump, US-Präsident:
»Still, still, Schweinchen«
Pressesprecherin Leavitt verteidigt den neuen Onlinepranger für kritische Journalisten, weil viele Medien, so wiederholt sie es unermüdlich, Unwahrheiten über den Präsidenten und die Regierung verbreiten würden.
Karoline Leavitt, Pressesprecherin:
»Bevor ich mich verabschiede, möchte ich noch auf eine Falschmeldung vom Wochenende hinweisen. Die New York Times schrieb, dass er (Donald Trump) weniger leistet als in seiner ersten Amtszeit und möglicherweise nicht für sein Amt geeignet ist. Das ist eindeutig falsch. Und es ist sehr bedauerlich, dass diese Meldung von derselben Zeitung und demselben Reporter stammt, der auch geschrieben hat: Biden geht es zu hundert Prozent gut, nachdem er beim Einsteigen in die Air Force One gestolpert ist. Oh, dieselbe Zeitung, derselbe Reporter, der geschrieben hat, dass Präsident Trump für sein Amt nicht geeignet ist. Ist das ein Witz?«
Die neue Website des Weißen Hauses ist der bisherige Höhepunkt von Trumps jahrzehntelangen Kampf gegen bestimmte Medien und schürt einmal mehr die Sorge um die Pressefreiheit in den USA.