Die USA haben die venezolanische Regierung laut Präsident Donald Trump offiziell anerkannt. »Wir haben sie tatsächlich rechtlich anerkannt«, sagte der 79-Jährige bei einem Treffen mit lateinamerikanischen und karibischen Regierungschefs in Doral im US-Bundesstaat Florida.
Seit der Entführung des autoritär regierenden Staatschefs Nicolás Maduro durch das US-Militär im Januar befindet sich seit Maduros Sturz in einer Phase des politischen Umbruchs. Delcy Rodríguez, die zuvor Maduros Vize war, übernahm als geschäftsführende Präsidentin die Führung des ölreichen südamerikanischen Landes. Die USA und die Übergangsregierung Venezuelas einigten sich jüngst darauf, ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen.
Betrugsvorwürfe bei letzter Präsidentschaftswahl
Die venezolanische Opposition, darunter Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado, betrachtet die Regierung unter Rodríguez als nicht legitim. Früher war Rodríguez die Vizepräsidentin von Maduro.
Washington und andere Länder hatten die Wiederwahl von Maduro nach der von Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl im Jahr 2024 nicht anerkannt. Auch die Parlamentswahlen im vergangenen Jahr und deren Ergebnis sind höchst umstritten.
USA wollen Öl und freie Wahlen fördern
Laut Washington zielt die Zusammenarbeit mit der Regierung von Rodríguez nun unter anderem darauf, dem venezolanischen Volk schrittweise zu helfen, die Voraussetzungen für einen friedlichen Übergang zu einer demokratisch gewählten Regierung zu schaffen.
Rodríguez gilt aber auch als zentrale Ansprechpartnerin der US-Regierung für Verhandlungen über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des Landes, die Trump zugunsten der USA nutzen möchte.
