Inmitten eines Machtkampfes um das »United States Institute of Peace« (USIP) lässt die US-Regierung es nach ihrem Präsidenten benennen. Es heiße fortan »Donald J. Trump Institute of Peace«, wie das US-Außenministerium über die Plattform X mitteilte.
Die Umbenennung sei vorgenommen worden, um »den größten Dealmaker in der Geschichte unseres Landes zu würdigen«, erklärte das Ministerium. Dazu fügten sie ein Bild des Friedensinstitutes, über dessen Eingang Donald Trumps Name prangt.
This morning, the State Department renamed the former Institute of Peace to reflect the greatest dealmaker in our nation's history.
— Department of State (@StateDept) December 3, 2025
Welcome to the Donald J. Trump Institute of Peace. The best is yet to come. pic.twitter.com/v7DgkoZphn
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Trump schafft Fakten, inmitten eines Rechtsstreits
Die Namensänderung ist die jüngste Wendung in einem wechselhaften Rechtsstreit um die Kontrolle über das US-Friedensinstitut, einem gemeinnützigen Thinktank, der sich auf Friedensinitiativen konzentriert. Es war eines der ersten Ziele des damals von Elon Musk geführten Ministeriums für Regierungseffizienz (DOGE) in diesem Jahr.
Im Februar hatte Trump ein Dekret zur Auflösung des Friedensinstitutes erlassen. Der Leiter des Instituts wurde abgesetzt und von Polizisten aus seinem Büro eskortiert. Fast alle Mitarbeiter des USIP in Washington wurden Medienberichten zufolge entlassen. Seit März hat der Hauptsitz im Rahmen von Gerichtsverfahren im Kontext der Übernahme durch DOGE mehrfach den Besitzer gewechselt. Eine endgültige Entscheidung über sein Schicksal steht noch aus und wird vom Bundesberufungsgericht getroffen.
George Foote, Anwalt der ehemaligen Institutsleitung und -mitarbeiter, erklärte dazu: »Ein Bundesrichter hat bereits entschieden, dass die bewaffnete Übernahme durch die Regierung illegal war. Dieses Urteil ist ausgesetzt, während die Regierung Berufung einlegt, was der einzige Grund ist, warum die Regierung weiterhin die Kontrolle über das Gebäude hat«. Foote sieht die Umbenennung als »eine zusätzliche Beleidigung«.
Erstes Abkommen im »Donald J. Trump Institute of Peace« unterzeichnet
Dass das Institut nach Trump benannt wurde, hängt wohl auch damit zusammen, dass der US-Präsident in jüngster Vergangenheit wiederholt den Friedensnobelpreis für sich beansprucht. Der 79-Jährige behauptet, seit seiner Vereidigung im Januar mehrere Kriege beendet zu haben, was von Beobachtern als stark übertrieben eingeordnet wird. Bei der Vergabe im Oktober in Oslo ging Trump allerdings leer aus, was er als »Beleidigung« anprangerte.
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In dem frisch umbenannten Gebäude wurde heute ein erstes Abkommen geschlossen. Die Staatschefs der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda, Félix Tshisekedi und Paul Kagame, haben in Anwesenheit von US-Präsident Donald Trump einen Friedensvertrag unterschrieben. Fraglich ist nach Einschätzung von Experten in der Region allerdings, ob das Abkommen tatsächlich ein Ende des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts ermöglicht.
