SpOn 25.01.2026
03:34 Uhr

Donald Trump: US-Präsident lobt britische Soldaten nach Kritik


Die abwertenden Äußerungen von Donald Trump über den Einsatz europäischer Soldaten in Afghanistan lösten vor allem in Großbritannien Empörung aus. Nun rudert der US-Präsident zurück.

Donald Trump: US-Präsident lobt britische Soldaten nach Kritik

Nach der Empörung über seine abfälligen Kommentare zu Nato-Truppen in Afghanistan hat US-Präsident Donald Trump die Leistungen britischer Soldaten gewürdigt. »Die GROSSARTIGEN und sehr MUTIGEN Soldaten des Vereinigten Königreichs werden immer an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika stehen!«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. In Afghanistan seien 457 von ihnen gefallen und viele schwer verwundet worden, »sie gehörten zu den großartigsten Kämpfern«.

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Trump hatte mit seinen umstrittenen Äußerungen zu Nato-Truppen in Afghanistan für Empörung in Großbritannien, aber auch in Polen, Italien und Deutschland gesorgt. In einem Interview des Senders Fox News behauptete Trump, dass die USA das Verteidigungsbündnis nie gebraucht hätten. Mehrere andere Nato-Staaten hätten zwar nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch »ein wenig« zurückgeblieben, »etwas abseits der Frontlinien«.

Nato-Verbündete reagieren brüskiert

Der britische Premierminister Keir Starmer hatte die Äußerungen Trumps als »beleidigend« und »entsetzlich» kritisiert. Auch andere Politiker und Prominente wie Prinz Harry und Rod Stewart forderten den US-Präsidenten auf, den Opfern der amerikanischen Nato-Verbündeten in Afghanistan Respekt zu zollen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius versprach: »Wir werden den Einsatz und Mut unserer Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan in Ehren halten. Ganz egal, von wem das infrage gestellt wird. Sie sind nie vergessen.«

Trump schrieb nun auf Truth Social, die Bindung zu Großbritannien sei zu stark, um jemals zu zerbrechen. »Das britische Militär, mit seinem gewaltigen Herzen und seiner Seele, ist das allerbeste (außer natürlich das der USA!).«

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Nach den islamistisch motivierten Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA hatte die US-Regierung Artikel fünf des Nato-Vertrags aktiviert, um Beistand ihrer Verbündeten zu bekommen. Dies führte dazu, dass Deutschland und andere Nato-Staaten wie Großbritannien sich am Krieg gegen die Taliban und die Terrororganisation al-Qaida beteiligten. Es war das erste und einzige Mal in der Nato-Geschichte, dass ein solcher Bündnisfall ausgerufen wurde.

jon/dpa