Die US-Luftwaffe kauft zwei Boeing 747-8-Jumbojets von der Lufthansa und bezahlt dafür 400 Millionen Dollar (etwa 340 Millionen Euro). Das erste Flugzeug wird voraussichtlich Anfang 2026 eintreffen, die zweite Auslieferung ist für den Oktober des kommenden Jahres geplant.
»Wir haben die einmalige Gelegenheit, einerseits einen sehr hohen Wiederverkaufspreis für diese Flugzeuge zu erhalten«, erklärte Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter nach Branchenangaben in einer Mitarbeiterinformation. Beide Flugzeuge sind rund 13 Jahre alt.
Der Kauf ist Teil der Modernisierung der Flugzeugflotte des US-Präsidenten. Die veralteten 747-200 sollen durch das neuere und größere Modell 747-8 ersetzt werden, heißt es von der Luftwaffe. Die beiden Flugzeuge sollen für die Ausbildung der Besatzung und als Ersatzteilquelle dienen, wie Vertreter der Luftwaffe mitteilten.
Nur noch Air China, Korean Air und Lufthansa nutzen die 747-8 für Passagierflüge
Die Anschaffung sei notwendig, da die 747-8 von Boeing nicht mehr aktiv produziert werde und sich erheblich von den derzeit in der Präsidentenflotte eingesetzten Flugzeugen des Typs 747-200 unterscheide. Anfang 2023 hatte Boeing die Produktion der 747-8 eingestellt. Derzeit setzen nur noch Air China, Korean Air und Lufthansa das Modell als Passagiermaschine ein. Andere Betreiber nutzen sie für Frachtflüge.
Das Air-Force-One-Programm hat mit Verzögerungen und Kostenüberschreitungen zu kämpfen, seit Boeing 2018 einen Festpreisvertrag über 3,9 Milliarden US-Dollar zur Lieferung von zwei modifizierten 747-8-Maschinen als Ersatz für die derzeitige Flotte abgeschlossen hat. Bereits 2022 hieß es, der Deal würde für Boeing zum »Milliardengrab« .
Die Luftwaffe hatte am Freitag mitgeteilt, dass sich die Auslieferung des ersten der beiden neuen Air-Force-One-Jets von Boeing um ein weiteres Jahr bis Mitte 2028 verzögert habe. Ein Vertreter der Luftwaffe erklärte laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass sich die beiden Trainingsflugzeuge auch von einem Flugzeug vom Typ 747-8 unterschieden, das Katar den Vereinigten Staaten geschenkt hatte .
