SpOn 27.01.2026
08:15 Uhr

Donald Trump: Ted Cruz spottete in Privatgesprächen über US-Präsidenten


US-Senator Ted Cruz gilt als Trump-Loyalist. Tonaufnahmen enthüllen nun jedoch, dass der Republikaner hinter verschlossenen Türen deutliche Worte für den US-Präsidenten und dessen Stellvertreter fand.

Donald Trump: Ted Cruz spottete in Privatgesprächen über US-Präsidenten

Der einflussreiche US-Senator Ted Cruz gibt sich als Unterstützer von Donald Trump. In privaten Gesprächen soll er jedoch mit dem US-Präsidenten abgerechnet haben. Das geht aus Tonaufnahmen von Treffen mit Parteispendern hervor, die dem US-Nachrichtenportal »Axios«  zugespielt wurden. In den insgesamt etwa zehnminütigen Mitschnitten hat der Republikaner demnach Trumps Zollpolitik verspottet. Auch für Vizepräsident JD Vance fand Cruz offenbar deutliche Worte. Die Aufnahmen sind dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr entstanden.

In einem Mitschnitt vom April 2025 hört man Cruz demnach, wie er Trumps »Liberation Day« verspottet – jene Veranstaltung, bei der der Präsident umfassende Zölle auf fast alle US-Importe vorstellte. Der US-Senator soll unter anderem über den Namen »Befreiungstag« gewitzelt haben. Cruz beschreibt demnach auch ein Telefonat, das er und andere Senatoren nach der Zollankündigung mit Trump geführt haben. Darin hätten sie davor gewarnt, dass die Zölle die Wirtschaft verwüsten und möglicherweise seine Präsidentschaft bedrohen könnten.

Cruz berichtet von Trumps Launen

»Trump war schlechter Laune«, sagte Cruz laut dem Bericht. Der Präsident habe »geschrien« und »geflucht«. An anderer Stelle soll der Senator daran erinnert haben, Trump vor den Folgen seiner Zollpolitik gewarnt zu haben. Der Senator hatte im April 2025 auch öffentlich vor einem »politischen Blutbad« im Kontext der Zölle gewarnt. Laut »Axios« soll Cruz bei den Treffen mit Parteispendern eine ähnliche Unterhaltung mit Trump nacherzählt haben. Trumps angebliche Antwort demnach: »Fuck you, Ted.«

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Scharfe Kritik äußerte Cruz offenbar auch an Vizepräsident JD Vance. Diesen soll er laut »Axios« als »Schützling« des früheren Fox-Moderators und konservativen Politkommentators Tucker Carlson bezeichnet haben. »Tucker hat JD erschaffen«, soll Cruz wörtlich gesagt haben.

Cruz scheint sich von den enthüllten Tonaufnahmen unter Druck gesetzt zu fühlen. Ein Sprecher erklärte, der Senator sei weiterhin »der größte Verbündete des Präsidenten im Senat«. Es handele sich um interne Kämpfe. Das Weiße Haus hält sich zu den veröffentlichten Mitschnitten bisher bedeckt.

asc