Donald Trump prahlt gern und oft mit seinem, in seinen Worten, fabelhaften Gesundheitszustand. Zuletzt Anfang Januar ließ er wissen: »Meine Gesundheit ist perfekt.« (Mehr dazu hier.) Doch die Spekulationen kann er auch mit solchen Beteuerungen nicht unterbinden. Nun gibt es neuen Anlass: ein scheinbarer Hautausschlag an Trumps Hals.
»Präsident Trump verwendet auf der rechten Halsseite eine gängige Creme zur Vorbeugung von Hautirritationen. Sie wurde ihm vom Arzt des Weißen Hauses verschrieben«, zitierte das Weiße Haus Trumps Leibarzt Sean Barbabella.
Eine Begründung für die rote Haut fand sich in der Stellungnahme jedoch nicht. »Der Präsident wendet die Creme seit einer Woche an, und die Rötung wird voraussichtlich einige Wochen anhalten«, hieß es dort lediglich.
Trump wird im Juni 80 Jahre alt. Er ist der älteste je gewählte US-Präsident und sah sich bereits mehrfach mit Fragen zu seinem Gesundheitszustand konfrontiert. Dabei lieferte sein Team teils abenteuerliche Begründungen für bestimmte Auffälligkeiten.
Häufige blaue Flecken an seiner Hand hatte das Weiße Haus etwa als Nebenwirkung von vielem Händeschütteln erklärt. An anderer Stelle gab Trump an, sich an einem Tisch gestoßen zu haben (mehr hier). Wieder anderswo erklärte er, beim Abklatschen mit seiner Justizministerin Pam Bondi von deren Ring verletzt worden zu sein.
Zudem verwies er auf die Einnahme von Aspirin, das blutverdünnend wirkt. »Nehmen Sie Aspirin, wenn Ihnen Ihr Herz lieb ist, aber nehmen Sie kein Aspirin, wenn Sie keine kleinen Blutergüsse haben möchten«, sagte der 79-Jährige Ende Januar. Bei öffentlichen Auftritten Trumps waren die Stellen häufig mit Schminke überdeckt.
Auf Videos von öffentlichen Terminen sah man Trump auch immer mal wieder mit geschlossenen Augen. Die Darstellung, er sei eingeschlafen, wies der Präsident aber immer vehement zurück und sprach von Momenten der Entspannung oder Langeweile. Seinen Vorgänger Joe Biden hatte Trump immer wieder als »schläfrigen Joe« (Sleepy Joe) geschmäht und ihm einen verheerenden körperlichen und mentalen Zustand bescheinigt.
Untersuchung im Oktober 2025
Die Spekulationen über Trumps Gesundheitszustand waren auch dadurch angeheizt worden, dass der Präsident im Oktober 2025 von einer bei ihm vorgenommenen Magnetresonanztomografie (MRT) berichtet hatte. Dabei handelt es sich um ein radiologisches Verfahren zur Untersuchung von inneren Organen und Gewebe. Trump sagte aber nun, es habe sich um eine Computertomografie (CT) gehandelt – eine schnellere Untersuchung als eine MRT.
Trumps Leibarzt Barbabella bestätigte, dass es sich um eine CT und nicht eine MRT gehandelt habe. Diese Untersuchung sei vorgenommen worden, um »irgendwelche Herz-Kreislauf-Probleme definitiv auszuschließen«.
