SpOn 29.12.2025
07:38 Uhr

Dolomiten in Italien: 31-jähriger Wintersportler stirbt nach Lawinenabgang


Ein Freerider ist in den italienischen Dolomiten verunglückt. Der Mann wurde aus einer Gletscherspalte befreit und in ein Krankenhaus gebracht. Dort erlag er jedoch seinen Verletzungen.

Dolomiten in Italien: 31-jähriger Wintersportler stirbt nach Lawinenabgang

Ein Wintersportler ist nach einem Lawinenunglück in den italienischen Dolomiten gestorben. Der 31-Jährige aus Rom war bei der Abfahrt an der Marmolata abseits der Piste von einer Lawine erfasst worden, wie mehrere Medien, darunter die italienische Nachrichtenagentur Ansa,  berichteten.

Der Freerider sei in einer Höhe von etwa 2.700 Metern unterhalb der Punta Rocca, wo auch die Bergstation der Seilbahn liegt, von einer Lawine erfasst worden, berichtete Ansa unter Berufung auf die Bergrettung des Trentino. Freerider nennt man Wintersportler, die abseits präparierter Pisten fahren.

Hundestaffel und Hubschrauber im Einsatz

Freunde des Sportlers hatten den Notruf ausgelöst. Die Retter suchten auch mit Hundestaffeln und einem Hubschrauber in dem Gebiet nach dem Verschütteten. Der Mann sei schließlich in einer Gletscherspalte an einer sehr tiefen Stelle entdeckt worden. Es habe sich schwierig gestaltet, den Mann zu bergen. Anschließend wurde er in sehr kritischem Zustand ins Krankenhaus in Trento gebracht. Dort erlag er jedoch den schweren Verletzungen.

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Vom Zeitpunkt des Unfalls bis zur Bergung verging offensichtlich eine erhebliche Zeitspanne. Die Freunde, die getrennt von dem Freerider unterwegs waren, hatten den Berichten zufolge die Rettung alarmiert, als sie eine halbe Stunde nicht von ihm hörten. Die Suche hatte sich schwierig gestaltet und bis in den Nachmittag hingezogen.

Nach Lawinenunglücken sind die ersten 10 bis 15 Minuten entscheidend. Danach sinken die Chancen wegen des Sauerstoffmangels und der Kälte rapide.

bbr/dpa