SpOn 03.02.2026
16:38 Uhr

Disney: Josh D'Amaro wird neuer Konzernchef


Bisher hat Josh D'Amaro die gewinnträchtige Freizeitparksparte des Disney-Konzerns geleitet. Jetzt steigt er an die Konzernspitze auf. Im März soll er den langjährigen Chef Bob Iger ablösen.

Disney: Josh D'Amaro wird neuer Konzernchef

Nach drei Jahren endet die Suche: Der US-Entertainmentriese Walt Disney hat sich für einen Nachfolger für Konzernchef Bob Iger entschieden. Der Freizeitpark-Spartenchef Josh D'Amaro wird den Staffelstab von Iger mit der Hauptversammlung am 18. März übernehmen, teilt Disney mit. Der Schritt war so erwartet worden, schon tags zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen D'Amaro als Nachfolger genannt.

Laut »New York Times«  bestätigte der Vorstand die Personalie D'Amaro einstimmig. Der Manager, der seit 28 Jahren für das Unternehmen tätig ist, steigt dabei auch in den Vorstand auf.

Mit der Berufung D'Amaros an die Konzernspitze endet eine dreijährige Suche nach einer geeigneten Nachfolge für Iger. D'Amaro leitet mit den Themenparks den seit 2020 gewinnträchtigsten Geschäftszweig des Konzerns, zu dem auch die Kreuzfahrten gehören. Iger wird noch beratend bis zum Jahresende für Walt Disney aktiv sein.

Disney hatte den langjährigen Konzernlenker Iger 2022 zurück an die Spitze des Unternehmens geholt. Der Manager übernahm das Ruder in einem schwierigen Moment für Disney und auch die gesamte Unterhaltungsbranche. Der Konzern musste der gesunkenen Ausgabebereitschaft der Verbraucher in Zeiten hoher Inflation Rechnung tragen. Zugleich sinken die Erlöse im Kabel-TV mit Sendern wie ABC in den USA. Zudem fuhr das Streaminggeschäft damals trotz starken Wachstums Verluste ein.

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Im Dezember wurde bekannt, dass Walt Disney sich im Rahmen einer Lizenzvereinbarung am ChatGPT-Entwickler OpenAI beteiligen will. Disney steige mit einer Kapitalbeteiligung von einer Milliarde Dollar ein und erhalte zudem Optionsscheine zum Kauf zusätzlicher Anteile an dem KI-Unternehmen, teilten beide Unternehmen mit. Die Entscheidung gilt als umstritten. Kritiker warnten , dass Disneys ikonische Figuren in einer Flut mittelmäßiger KI-Clips untergehen oder in geschmacklosen Kontexten auftauchen könnten.

naw/dpa