SpOn 03.02.2026
10:35 Uhr

Dinosaurier: Forscher entdecken Mini-Dino in Spanien, Castrillo de la Reina


Foskeia pelendonum würde Menschen wohl nur bis zum Knie reichen: Forscher haben in Spanien die Überreste besonders kleiner Dinosaurier ausgegraben. Daraus wollen sie für die Zukunft lernen.

Dinosaurier: Forscher entdecken Mini-Dino in Spanien, Castrillo de la Reina

»Von Anfang an wussten wir, dass diese Knochen aufgrund ihrer winzigen Größe außergewöhnlich waren«, sagt Forscher Fidel Torcida Fernández-Baldor. In Nordspanien haben Wissenschaftler die Überreste einer geradezu winzigen Dinosaurierart entdeckt. Von der Schnauze bis zur Spitze des langen Schwanzes maßen die Minidinos nur wenig mehr als einen halben Meter. Aufgerichtet würde Foskeia pelendonum, der auf zwei Beinen lief, einem Menschen gerade bis ans Knie reichen.

Das Team um Fidel Fernández-Baldor vom Dinosaurier-Museum Salas de los Infantes in Burgos entdeckte die Knochen in der Nähe des Ortes Castrillo de la Reina. Dort fanden sie Überreste von mindestens fünf Individuen der Minidinos. Die Tiere, die zu den Vogelfußdinosauriern (Ornithopoda) zählen, lebten den Forschern zufolge  vor etwa 120 Millionen Jahren.

Mindestens eines der Tiere war ausgewachsen, wie die Gruppe im Fachjournal »Papers in Palaeontology«  berichtet. Untersuchungen unter der Leitung des Paläontologen Koen Stein aus Belgien hätten bestätigt, dass es sich bei dem größten Exemplar um ein erwachsenes Tier handelte. »Die Mikrostruktur der Knochen zeigt uns, dass mindestens ein Individuum erwachsen war«, so die Forscher: »Sein Stoffwechsel habe dem kleiner Säugetiere oder Vögel geähnelt.

Trotz seiner geringen Größe weist der Minidino den Forschern zufolge ein spezialisiertes Gebiss und Anzeichen für eine veränderte Körperhaltung während des Wachstums auf. Das lasse darauf schließen, dass das Tier auf schnelle Sprints in dichten Wäldern spezialisiert gewesen sei. »Diese Fossilien beweisen, dass die Evolution bei kleinen Körpergrößen ebenso radikal experimentierte wie bei großen.«

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ptz/dpa