SpOn 13.12.2025
22:37 Uhr

Dingolfing, Bayern: Anschlagsziel Weihnachtsmarkt? Polizei nimmt fünf Männer fest


Sie sollen ein Attentat auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing geplant haben. In Bayern sind mehrere Männer dem Haftrichter vorgeführt worden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.

Dingolfing, Bayern: Anschlagsziel Weihnachtsmarkt? Polizei nimmt fünf Männer fest

Weil sie mutmaßlich einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing in Niederbayern planten, sind fünf Männer festgenommen worden. Gegen vier von ihnen ergingen Haftbefehle, einer wurde in Präventivgewahrsam genommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte.

Wann der Anschlag hätte stattfinden sollen oder wie konkret die Pläne waren, blieb zunächst offen. Ebenso, welcher Weihnachtsmarkt genau das Ziel eines möglichen Attentats gewesen sein soll. Die Ermittler gehen derzeit von einer islamistischen Motivation der Verdächtigen aus. Der Anschlag sollte den Angaben zufolge mit einem Fahrzeug durchgeführt werden. Zuvor hatte die »Bild«-Zeitung über den Fall berichtet.

Aufruf in Moschee

Die Festnahmen erfolgten demnach bereits am Freitag. Am Samstag wurden die Männer dann dem Haftrichter vorgeführt. Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus der Generalstaatsanwaltschaft leitete den Einsatz. Beteiligt war unter anderem das Landesamt für Verfassungsschutz.

Bei den Verdächtigen handelt es sich laut Generalstaatsanwaltschaft um einen 56-jährigen Ägypter, einen 37-jährigen Syrer und drei Marokkaner im Alter von 22, 28 und 30 Jahren. Der Ägypter soll laut derzeitigem Ermittlungsstand in einer Moschee im Raum Dingolfing-Landau zu einem Anschlag aufgerufen haben.

Mehr zum Thema

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte der »Bild«: »Dank der hervorragenden Zusammenarbeit unserer Sicherheitsbehörden konnten in kürzester Zeit mehrere Tatverdächtige festgenommen und damit ein potenziell islamistisch motivierter Anschlag in Bayern verhindert werden.« Die Hintergründe hierzu müssten jetzt aufgeklärt werden. Die Generalstaatsanwaltschaft betonte, dass zunächst die Unschuldsvermutung gelte.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hatten wir nach entsprechenden Medienberichten zunächst geschrieben, es habe möglicherweise einen Hinweis von einem ausländischen Geheimdienst gegeben. Die beteiligten Behörden dementierten das später jedoch. Wir haben die Stelle entsprechend angepasst.

lrm/dpa