SpOn 11.12.2025
11:49 Uhr

Digitaler Personalausweis: Ab 2027 sollen sich Bürger per Smartphone ausweisen können


Beim Alkoholkauf im Supermarkt das Handy statt des Ausweises vorzeigen: Eine neue digitale Brieftasche soll so etwas möglich machen. Für sie gibt es jetzt ein offiziell avisiertes Startdatum.

Digitaler Personalausweis: Ab 2027 sollen sich Bürger per Smartphone ausweisen können

Ab Anfang 2027 sollen Bürger den Personalausweis zu Hause lassen und sich mit dem Smartphone ausweisen können. Möglich machen werde das eine sogenannte digitale Brieftasche, erklärte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) in der ZDF-Sendung »Markus Lanz« . Für den Launch dieser Digital-Wallet werde der 2. Januar 2027 avisiert. Neben dem Personalausweis soll sich dem neuen Digitalangebot der Führerschein, der Fahrzeugschein sowie Versicherungskarten hinzufügen lassen.

Nach dem Launch soll es Wildberger zufolge jedes Quartal Updates für die Wallet geben, was es nach und nach ermöglichen soll, noch weitere Dokumente zu hinterlegen. Infrage kommen sollen dafür etwa die Gesundheitskarte, Zeugnisse oder der Impfpass.

Mit der neuen Wallet könnten verschiedene Dinge des täglichen Lebens erledigt werden, skizzierte Wildberger und nannte etwa Kontoeröffnungen oder Mobilfunkvertrags-Abschlüsse als Beispiele. »Wenn ich im Supermarkt einkaufe und kaufe Alkohol, kann ich beim Bezahlen direkt nachweisen, dass ich volljährig bin«, fügte er hinzu.

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Erstmals ein konkretes Datum

Bisher war für die digitale Brieftasche kein konkretes Startdatum genannt worden. Es hieß immer nur, Ende 2026 oder Anfang 2027 werde die Wallet starten. Das Vorhaben geht auf eine EU-Verordnung zurück, die alle Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, bis 2027 zumindest eine staatliche Ausweis-Anwendung bereitzustellen. Die Nutzung bleibt freiwillig. In EU-Ländern wie Estland ist ein digitaler Personalausweis bereits Standard.

Wildberger ist Deutschlands erster Bundesdigitalminister. Er ist auch zuständig für Staatsmodernisierung und Bürokratieabbau. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte den Manager aus der Wirtschaft in sein Kabinett geholt.

mbö/dpa