SpOn 29.01.2026
02:48 Uhr

Die Linke: Ines Schwerdtner und Jan van Aken wollen erneut für Parteispitze kandidieren


Bei der Bundestagswahl gelang der Linken ein Überraschungserfolg, auch in diesem Jahr will die Partei punkten. Für den Parteitag im Juni hat das Chef-Duo Ines Schwerdtner und Jan van Aken nun seine eigenen Ambitionen angekündigt.

Die Linke: Ines Schwerdtner und Jan van Aken wollen erneut für Parteispitze kandidieren

Die Parteispitze der Linken, bestehend aus dem Duo Ines Schwerdtner und Jan van Aken, will sich beim nächsten Parteitag wieder zur Wahl stellen. »Wir wollen als Team weitermachen, weil wir Erfolg hatten und mir dieser Job mit Ines zusammen richtig Spaß macht«, sagte van Aken der »Rheinischen Post«.

Schwerdtner sagte der Zeitung: »Jan und ich wollen weitermachen, weil wir gezeigt haben, zu was die Linke fähig ist.« Die Wahl des Parteivorstandes ist für den Bundesparteitag der Linken im Juni in Potsdam vorgesehen.

Das Duo war im Oktober 2024 zu den neuen Vorsitzenden der Partei gewählt worden. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 schaffte die Linke nach einer Aufholjagd in den Umfragen mit 8,8 Prozent den Wiedereinzug ins Parlament in Fraktionsstärke. Den Fraktionsstatus hatte sie in der vorhergehenden Legislaturperiode zwischenzeitlich verloren, nachdem Mitglieder um Sahra Wagenknecht die Partei verlassen hatten und zum BSW gewechselt waren.

Van Aken wiederholte das Ziel, bei den Wahlen 2026 in zwei westdeutsche Landtage – Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – einzuziehen und bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin mit Spitzenkandidatin Elif Eralp stärkste Kraft zu werden. Schwerdtner sagte, Aufgabe sei es, »eine Partei aufzubauen, die im Alltag konkret hilft und die Hoffnung organisiert«.

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Die Partei konnte nach eigenen Angaben die Zahl ihrer Mitglieder zuletzt deutlich steigern. Zum Ende des vergangenen Jahres zählte die Partei insgesamt 123.126 Mitglieder – Ende 2024 hatte sie noch 58.532 Mitglieder gemeldet. Damit hat sich die Zahl mehr als verdoppelt, zudem wurden die Mitglieder im Schnitt jünger und weiblicher.

hen/dpa/AFP