SpOn 27.01.2026
18:01 Uhr

Deutschlandticket: Preiserhöhung führt kaum zu Kündigungen


Trotz einer Preiserhöhung zu Jahresbeginn ist das inzwischen 63 Euro teure Ticket weiterhin beliebt. Nur 5,75 Prozent der Kundinnen und Kunden beendeten ihr Abonnement. Das Angebot wird in Zukunft möglicherweise noch teurer.

Deutschlandticket: Preiserhöhung führt kaum zu Kündigungen

Das Deutschlandticket ist weiterhin beliebt, und das trotz der Preiserhöhung von 58 auf 63 Euro im Monat. Zum Jahreswechsel hätten lediglich 5,75 Prozent der Kundinnen und Kunden ihr Ticket gekündigt, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mit . Das liege im »normalen Rahmen«, sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann. Vor einem Jahr, als das Ticket erstmals teurer wurde, hatten rund acht Prozent der Kunden gekündigt.

Insgesamt nutzten zum Jahresende 14,6 Millionen Menschen das Deutschlandticket, rund eine Million mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Davon waren laut VDV 15 Prozent Jobtickets, was Wortmann zu wenig findet: »Es gilt, mehr Marketing für das Ticket zu machen.« Er sieht den Bund in der Pflicht, das Deutschlandticket zu einem »Volksticket« zu machen.

Das Ticket war am 1. Mai 2023 eingeführt worden und kostete zunächst 49 Euro pro Monat. Der Preis wurde erst auf 58 Euro, dann auf 63 Euro erhöht. Bund und Länder gleichen die Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen mit insgesamt drei Milliarden Euro im Jahr aus, und zwar bis 2030.

Das jedoch wird voraussichtlich nicht ausreichen, weshalb künftig ein Kostenindex festgelegt werden soll. Dieser könnte Personal- und Energiekosten berücksichtigen. Wortmann sagte, der Preis werde weiter steigen müssen.

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Den öffentlichen Personennahverkehr nutzten laut Verband im vergangenen Jahr insgesamt 9,86 Milliarden Fahrgäste. Das ist ein leichter Zuwachs um 0,8 Prozent im Vorjahresvergleich.

Nicht nur das Deutschlandticket, auch der Sprit wird teurer. Dafür steigt die Pendlerpauschale, und es gibt eine neue Förderung für Elektroautos. Das sind die wichtigsten Änderungen im Verkehr für 2026. 

atr/AFP