Deutschland bleibt einer Unesco-Studie zufolge das viertbeliebteste Land für ausländische Studierende – nach den USA, Großbritannien und Australien. Rund die Hälfte aller internationalen Studierenden ziehe es nach Europa, Nordamerika und Australien, teilte die Uno-Kulturorganisation mit. Unter ihnen wählten zwölf Prozent Deutschland als Studienland. Für Studierende aus Europa, die in einem anderen europäischen Land studierten, ist Deutschland das beliebteste Land, gefolgt von Frankreich und den Niederlanden, ergab die Unesco-Studie zu Hochschulstudierenden.
Deutschland zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Studienstandorten weltweit. Rund 400.000 internationale Studierende und Promovierende waren zuletzt an deutschen Hochschulen eingeschrieben.
Naturwissenschaften und Mathe im Trend bei Studienanfängern
Als Gründe für ein Studium in Deutschland nennen junge Menschen aus dem Ausland die Technologieführerschaft Deutschlands in vielen Bereichen, englischsprachige Studiengänge sowie niedrige Studien- und Lebenshaltungskosten im internationalen Vergleich, wie eine im September vorgestellte Studie des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) ergab. Im Studienjahr 2024 stieg der Ausländeranteil bei den Ersteinschreibungen nach Angaben des Statistischen Bundesamts auf rund 30 Prozent. Bei Studienanfängerinnen und Studienanfängern aus dem Ausland lagen demnach Naturwissenschaften und Mathematik im Trend.
Der Unesco-Studie zufolge hat sich die Zahl der Studierenden, die weltweit zum Studium ins Ausland gehen, in den vergangenen zwei Jahrzehnten zwar mehr als verdreifacht – von 2,1 Millionen im Jahr 2000 auf fast 7,3 Millionen im Jahr 2023. Trotz der stark gewachsenen Gesamtzahl können nur drei Prozent der Studierenden weltweit für ihr Studium ins Ausland gehen, wobei erhebliche regionale Unterschiede bestehen.
Nicht nur Deutschland, sondern auch die USA ziehen besonders viele internationale Studierende an. Doch das Bild vom US-Auslandssemester hat Risse bekommen. Warum sich Studierende zuletzt gegen die USA entschieden haben, lesen Sie hier.
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