Bei der Deutschen Bahn sollen im Rahmen des Konzernumbaus mindestens 30 Prozent der Stellen in der Konzernleitung wegfallen. Das sagte Aufsichtsratschef Werner Gatzer dem Portal »Table.Briefings« . Zur Konzernleitung gehören nach Unternehmensangaben etwa 3500 Beschäftigte.
»Es fällt sogar eine komplette Ebene weg zwischen dem Vorstand und dem Management«, erklärte Gatzer. Der Vorstand um die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla sei zu dem Ergebnis gekommen, dass schlankere Strukturen Entscheidungen schneller herbeiführen könnten. »Wir unterstützen das im Aufsichtsrat zu 100 Prozent.«
Bahn-Aufsichtsratschef und ehemaliger Staatssekretär im Bundesfinanzministerium: Werner Gatzer
Foto: Tobias Schwarz / AFPDie Bahn rechnet laut Gatzer für das vergangene Jahr erstmals seit fast zehn Jahren wieder mit einem positiven operativen Ergebnis. Man gehe von einer »schwarzen Null« aus, der endgültige Jahresabschluss stehe aber noch aus. Das operative Ergebnis wird vor Abzug von Steuern und Zinsen berechnet und zeigt die Ertragskraft des Kerngeschäfts.
Wie bereits Palla erklärte auch Gatzer, dass sich die Pünktlichkeitswerte in diesem Jahr kaum verbessern dürften. Ziel sei es zunächst, die Lage zu stabilisieren. Die Infrastruktur sei über Jahrzehnte unterfinanziert gewesen, »das spüren wir jeden Tag«. Es brauche Zeit, um ein Niveau zu erreichen, »das dem entspricht, was die Menschen erwarten dürfen«.
Bei der Deutschen Bahn soll alles anders werden, das hat Evelyn Palla versprochen. Wie die Pläne der neuen Bahn-Chefin aussehen, lesen Sie hier .
