Die Bahn hat Probleme, mal wieder. Dieses Mal geht es aber nicht um die Züge, sondern um Rolltreppen. Am Berliner Hauptbahnhof sind fast alle Rolltreppen außer Betrieb, nun hat die DB bundesweit 130 Rolltreppen außer Betrieb gestellt. Betroffen sind neben den Rolltreppen am Berliner Hauptbahnhof und Berliner Bahnhof Südkreuz Anlagen in verschiedenen Bahnhöfen in Frankfurt am Main, Köln/Bonn Flughafen und einige wenige in Dresden, Essen, Hamburg und Düsseldorf.
Grund für den Stillstand ist ein Defekt an einem bestimmten Anlagentyp, wie die Chefin der Personenbahnhöfe bei der Bahn, Katja Hüske, sagte. Zwei Rolltreppen dieses Typs in Berlin seien zuletzt mitten im Betrieb abrupt stehen geblieben, hieß es. Die Anlagen müssten nun umfassend überprüft und repariert werden. Im Berliner Hauptbahnhof betrifft das derzeit 42 von insgesamt 54 Rolltreppen, im Bahnhof Südkreuz weitere zehn. Mitarbeiter der Bahn und des Herstellers seien dabei, die Ursachen zu ergründen. Da Rolltreppen des gleichen Bautyps des Herstellers an weiteren Bahnhöfen im Einsatz sind, sperrte die DB diese vorsorglich ab.
Wie lange die Rolltreppen stillstehen, ist unklar. Erste Rolltreppen in Berlin sollen laut Bahn ab Samstag wieder in Betrieb gehen – wie viele genau, hänge vom Fortschritt der Prüfungen und der Arbeiten an den Rolltreppen ab, teilte die Bahn mit.
Insbesondere am Hauptbahnhof, wo Ankunft, Bahnverkehr und Einzelhandel auf vier Ebenen angelegt sind, sind die Einschränkungen vor allem für mobilitätseingeschränkte Menschen erheblich. Aufzüge gibt es zwar, doch sie brauchen aufgrund der verschiedenen Ebenen oft mehrere Minuten, um überhaupt am Startpunkt anzukommen.
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Zudem sind wegen des zu erwartenden höheren Andrangs längere Wartezeiten zu befürchten. Die Bahn ruft dazu auf, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen stets vorzulassen.
Der Berliner Hauptbahnhof gehört mit rund 330.000 Reisenden und Besuchern pro Tag zu den am stärksten frequentierten Bahnhöfen Deutschlands.

