SpOn 26.11.2025
10:33 Uhr

Deutsche Bahn: Baustellenpause zu Weihnachten für pünktlichere Züge


»Alles wird rollen, was rollen kann«: Bahn-Chefin Evelyn Palla verspricht zu Weihnachten Anstrengungen, damit Züge möglichst pünktlich und nicht zu voll sind. Bauarbeiten sollen rund um den Jahreswechsel runtergefahren werden.

Deutsche Bahn: Baustellenpause zu Weihnachten für pünktlichere Züge

Zu Weihnachten erwartet die Bahn viele Passagiere. Um den Ansturm besser bewältigen zu können, will der Konzern über die Feiertage einen Teil der Baustellen im Schienennetz ruhen lassen.

Die Bahn rechne mit mehr als fünf Millionen Fahrgästen rund um Weihnachten, sagte Vorstandschefin Evelyn Palla im Podcast von »Table.Briefings«. Der Ticketverkauf liege sechs Prozent über dem Vorjahresniveau.

»Alles wird rollen, was rollen kann«, sagte Palla mit Blick auf den Einsatz aller verfügbaren Züge. »Wir werden versuchen, das Baugeschehen runterzufahren über die Weihnachtsfeiertage, damit wir da eine Entlastung im Schienennetz haben.«

Bahn-Chefin Evelyn Palla

Bahn-Chefin Evelyn Palla

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Christoph Soeder / dpa / picture alliance

Schon in der Vergangenheit hat die Bahn mit weniger Bautätigkeit und mehr Zügen versucht, den Betrieb rund um das Fest zu stabilisieren.

Trotz der Maßnahmen rechnet der Staatskonzern mit weiter sinkender Pünktlichkeit. »Wir werden im Fernverkehr bis Ende des Jahres wahrscheinlich eine Fünf vorne sehen«, sagte Palla.

»Erst 2027 wird es spürbar besser«

Sie meint damit, dass die Pünktlichkeitswerte im Fernverkehr in diesem Jahr voraussichtlich unter 60 Prozent liegen werden.

Im Oktober hatte die Quote bei 51 Prozent gelegen und damit einen neuen Tiefstand erreicht. Seit Juni lag die Quote in jedem Monat unter 60 Prozent.

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Als verspätet gilt ein Zug ab einer Verzögerung von sechs Minuten. Zugausfälle werden dabei nicht berücksichtigt.

Im kommenden Jahr werde es zunächst nicht besser, da die Zahl der Baustellen entlang des Schienennetzes von derzeit 26.000 auf 28.000 angehoben werden müssten, sagte Palla. »Erst 2027 wird es spürbar besser.«

mmq/AFP/dpa