Nationalspieler Deniz Undav hat ohne Scheu sein lädiertes Körperteil nach dem WM-Test der deutschen Fußballer gegen Finnland beschrieben. »Es sind die unteren Arschbacken«, sagte der Stürmer nach dem 4:0-Sieg . Undav hatte sich den hinteren Oberschenkel gehalten, als er nach 61 Minuten ausgewechselt wurde.
Um seine Teilnahme an der WM sorgt sich Undav aber nicht. »Ich denke nicht, dass es etwas Ernsthaftes ist, denn ich kenne meinen Körper. Ich hatte das schon zu Wochenbeginn. Dann war es wieder weg für zwei, drei Tage«, sagte er.
Undav kämpft um WM-Startelf
Undav traf gegen Finnland zweimal (34. Minute/57.) und legte das Tor von Florian Wirtz (48.) auf. Er kämpft mit Kai Havertz und Nick Woltemade um die Startelfposition im Angriff. Undav war in der zurückliegenden Bundesligasaison bester deutscher Torschütze. Dass Bundestrainer Julian Nagelsmann für ihn die Rolle als Einwechselspieler vorgesehen hat, hatte deswegen immer wieder für Diskussionen gesorgt.
Nun sagte Undav, Nagelsmann müsse über seine Einsätze »entscheiden«. Er selbst könne »nur versuchen, meinen Job zu erledigen.« Für ihn persönlich sei der Abend aber »eine Zehn von Zehn« gewesen.
Nagelsmann sagte darauf im TV: »Deniz hat immer gefährliche Situationen in der Box gehabt. Er war an drei Toren beteiligt, von dem her war es ein sehr gutes Spiel.«
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Nagelsmann bekräftigte zudem den Wert von Havertz im Sturmzentrum. »Wir brauchen Kai, sein Tor im Champions-League-Finale war außergewöhnlich«, sagte er. Havertz hatte am Samstagabend den FC Arsenal im Endspiel der Königsklasse in Führung gebracht, das Spiel gegen Paris Saint-Germain aber 3:4 im Elfmeterschießen verloren.
Havertz wird in dieser Woche zum deutschen Team stoßen und könnte im letzten Test vor der WM gegen die USA am Samstag (20.30 Uhr, TV: RTL, Liveticker: SPIEGEL.de) starten. »Kai ist ein extrem wichtiger Spieler für uns, er kann die Tiefe ansprinten mit seinem Tempo. Alle unsere Best-of-Szenen sind immer mit Kai«, sagte Nagelsmann weiter.
Flug in die USA? Lieber liegend
Undav ist für seine selbstbewussten Aussagen bekannt, blieb nun aber zurückhaltend. »Wir haben drei gute Stürmer. Egal, wer spielt, wird alles geben für den Teamerfolg«, sagte er. Zunächst geht es für Undav ohnehin darum, angesichts seiner Po-Blessur schmerzfrei in die USA zu kommen. Den Flug am Dienstag möchte er daher vorwiegend im Liegen absolvieren. Schließlich gelte für eine schnelle Genesung die Devise: »Wenig sitzen.«
