SpOn 10.12.2025
21:44 Uhr

Demokratische Republik Kongo: Rebellenmiliz M23 nimmt strategisch wichtige Stadt Uvira ein


Im Beisein von US-Präsident Trump hatten die Demokratische Republik Kongo und Ruanda ein Friedensabkommen unterzeichnet. Doch die Lage in der Region bleibt angespannt.

Demokratische Republik Kongo: Rebellenmiliz M23 nimmt strategisch wichtige Stadt Uvira ein

Nur wenige Tage nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens hat die Rebellenmiliz M23 die Stadt Uvira im Osten der Demokratischen Republik Kongo eingenommen. Ein Sprecher der Miliz bezeichnete die Einnahme auf der Plattform X als »Befreiung«. Anwohner bestätigten der Nachrichtenagentur dpa, dass die M23 die Stadt nun kontrolliere. Es kam nicht zu Kämpfen, die Truppen der kongolesischen Regierung hatten sich zuvor zurückgezogen.

Erst vergangene Woche wurde in dem Konflikt ein Friedensabkommen  zwischen der Demokratischen Republik Kongo und dem benachbarten Ruanda in Washington im Beisein von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet. Uno-Experten werfen Ruanda vor, die M23-Miliz zu unterstützen. Die USA hatten die Friedensgespräche initiiert, um ein Ende der Gewalt im rohstoffreichen Ostkongo zu erreichen. Trump kündigte an, dass die USA mit beiden Ländern bilaterale Abkommen über den Abbau seltener Erden unterzeichnen.

Wer der eigentliche Profiteur dieses Friedensabkommens ist, lesen Sie hier .

Kämpfe trotz Friedensabkommen

Trotz des Friedensvertrags kam es zuletzt zu erneuten Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen. Die Hilfsorganisation »Save the Children« meldet, dass in der Provinz Süd-Kivu in den vergangenen Tagen mehr als 200.000 Menschen vor der Gewalt flohen. Der seit über 30 Jahren andauernde Konflikt im Ostkongo hat bereits mehr als sieben Millionen Menschen zur Flucht gezwungen.

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Die M23 hatte zu Jahresbeginn die Provinzhauptstädte Goma und Bukavu eingenommen und kontrolliert inzwischen wichtige Minen in Nord- und Süd-Kivu. Die Region ist reich an Rohstoffen wie Coltan, das für die Elektroindustrie von großer Bedeutung ist.

lkö/dpa