Deutschlands bester Darts-Profi Martin Schindler hat bei der WM einen souveränen Auftaktsieg geholt. Der 29-Jährige gewann gegen den englischen Außenseiter Stephen Burton im Alexandra Palace 3:1. Schindler verlor nur im zweiten Satz etwas die Kontrolle, als er nach dem 3:1 im ersten Satz 0:3 verlor. Die Sätze drei und vier entschied er dann klar 3:0 für sich und zog in die nächste Runde ein.
Sein Gegner Burton fährt beruflich zweigleisig: Er ist nicht nur Darts-Profi, sondern auch als selbstständiger Fensterputzer tätig.
Schindler mit ausbaufähiger Bilanz
Mit diesem Sieg besserte Schindler seine bislang nicht sonderlich gute WM-Bilanz auf: Bei seinen drei ersten Turnieren schied er jeweils in Runde eins aus. 2023 und 2024 gewann er jeweils ein Spiel, bevor er 2025 wieder seine Auftaktpartie verlor.
Schindler ist in London an Position 13 gesetzt und damit so hoch platziert wie nie zuvor in die WM gestartet. In der zweiten Runde trifft Schindler auf den Sieger des Duells zwischen Keane Barry und Tim Pusey.
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Vor Schindlers Auftakt hatten unter anderem Debütant Arno Merk, der ehemalige WM-Halbfinalist Gabriel Clemens und Ricardo Pietreczko für deutsche Siege in London gesorgt. Niko Springer ist überraschend ausgeschieden.
Ikone gescheitert
Darts-Ikone Raymond van Barneveld ist bei der WM in London früh gescheitert. Der fünfmalige Weltmeister aus den Niederlanden unterlag in der ersten Runde dem Schweizer Außenseiter Stefan Bellmont klar 0:3 und gewann dabei lediglich zwei Legs. Bellmont zog als erster Schweizer Dartsspieler der Geschichte in die zweite Runde beim Jahreshöhepunkt ein.
Raymond van Barneveld verlässt die Bühne nach seinem Aus
Foto: Bradley Collyer / PA Wire / dpaVan Barneveld, 58, hat ein enttäuschendes Jahr hinter sich. Eigentlich hatte er nach der WM 2020 seinen Rücktritt angekündigt, doch ein Jahr später kehrte er zurück – aus Geldsorgen. Für das Erstrunden-Aus gibt es immerhin noch 15.000 Pfund, rund 17.000 Euro.
