SpOn 18.12.2025
19:31 Uhr

Darts-WM: Kenianer David Munyua trotzt Rückstand, Rechenfehlern und einer Wespe


Den ersten Auftritt eines Kenianers bei einer Darts-WM wird das Ally Pally nicht so schnell vergessen. David Munyua dreht die Partie nach 0:2-Rückstand und macht seinem Spitznamen »Why not« alle Ehre.

Darts-WM: Kenianer David Munyua trotzt Rückstand, Rechenfehlern und einer Wespe

Der kenianische Darts-Profi David Munyua hat ein denkwürdiges Debüt bei der WM in London hingelegt und eine sportliche Sensation geschafft. Munyua trat als erster kenianischer Profi bei einer WM überhaupt an, drehte einen 0:2-Rückstand gegen den Belgier Mike De Decker und gewann spektakulär mit 3:2.

»Das ist unglaublich. Ich bin glücklich über das, was heute passiert ist. Ein großer Moment für Kenia und Afrika – wir können es schaffen«, sagte der 35-jährige Tierarzt nach seinem Sieg im Alexandra Palace. Während des Spiels hatte sich der Außenseiter mehrfach verrechnet und zweimal gefeiert, obwohl noch Punkte offen waren. Er kämpfte nach seinem Erfolg mit den Tränen.

Zunächst hatte der Außenseiter ein Finish von 135 Punkten gespielt und sich danach gefeiert, obwohl er noch einen Rest von zehn Punkten übrig hatte. Später warf er versehentlich auf die Doppel-16 statt die Doppel-20 – und traf trotzdem. »Ich bin froh, dass das nicht entscheidend war«, sagte er bei Sky Sports.

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Im Alexandra Palace entwickelte sich der Debütant mehr und mehr zum Publikumsliebling. Munyua, Spitzname »Why not« (Warum nicht), kämpfte sich nach Rückstand eindrucksvoll zurück und trotzte auch einer Wespe, die sich während der Partie auf sein Gesicht gesetzt hatte.

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Die Zuschauer stimmten in Anlehnung an Englands Rekord-Weltmeister Phil Taylor »David-Munyua-Wonderland« an – eine Abwandlung des Fanlieds auf Taylor. Mit einem letzten »Why not?« verabschiedete sich Munyua unter Standing Ovations.

Als Favorit für die Darts-WM 2026 gilt der erst 18 Jahre alte Titelverteidiger Luke Littler. Wer die besten Chancen hat, das Darts-Wunderkind zu stoppen, lesen Sie hier.

luc/dpa