SpOn 29.09.2026
16:24 Uhr

DWD: September besonders sonnig und trocken – zum Monatsende bis zu 30 Grad


Der Deutsche Wetterdienst zieht Bilanz: Dieser September ist einer der zehn wärmsten seit 1881, und er war extrem trocken. Folgen hat das vor allem für die Schifffahrt auf dem Rhein.

DWD: September besonders sonnig und trocken – zum Monatsende bis zu 30 Grad

Außergewöhnlich sonnig, extrem trocken und insbesondere am Monatsende ungewöhnlich warm: Das ist die vorläufige Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den September. Die Expertinnen und Experten haben Daten von rund 2000 Messstationen ausgewertet.

Bemerkenswert sei das Finale: »Zum Monatsende stellte sich eine Wärmephase ein, die im klimatologischen Vergleich außergewöhnlich war«, so der DWD. Bei viel Sonnenschein und Höchsttemperaturen zwischen 22 und 30 Grad Celsius könne der September auch am Mittwoch noch sommerlich verabschiedet werden. Damit zählt dieser September zu den zehn wärmsten seit 1881. Regnerisch wird es erst zum Monatswechsel.

Deutschlandweit brachte der September 2026 nur knapp 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. »Regional konzentrierte sich der Monatsniederschlag vor allem auf den Norden und die Küsten«, so der DWD. Die höchste Tagessumme meldete die Station Drochtersen in Niedersachsen am 4. September mit 57 Litern. Dagegen ging der Südwesten nahezu leer aus. In Teilen von Rheinland-Pfalz fielen keine 10 Liter, im Saarland wurden nicht einmal 5 Liter erreicht.

Bei Sonnenschein brachte es dieser Monat auf 192 Stunden. Besonders sonnig war es im Süden Deutschlands: Gebietsweise wurden mehr als 250 Stunden registriert.

Die lange Trockenheit führt dazu, dass die Flüsse in Deutschland, insbesondere der Rhein, zuletzt erneut enorm niedrige Wasserstände hatten. Der für die Schifffahrt wichtige Pegelstand in Kaub erreichte in den vergangenen Tagen mehrfach den Nullpunkt oder unterschritt ihn sogar – ein historischer Tiefstand. »Das ist wirklich extrem niedrig«, sagt Martin Labadz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Die Fahrrinne sei so flach, dass Schiffsführer ihre Schiffe weniger schwer beladen müssten – dies sei jedoch schon bei höheren Wasserständen notwendig gewesen. (Lesen Sie hier mehr dazu.)

Keine schnelle Entspannung in Sicht

Schon im Frühjahr war es in Deutschland sehr trocken, die Wasserstände fielen. Im Hochsommer wurden dann extreme Tiefststände gemessen, und Schiffstransporte stießen auf wichtigen Wasserstraßen an ihre Grenzen.

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Die Vorhersage für die nächsten Wochen verspreche keine schnelle Entspannung, so Labadz. In den nächsten zwei bis drei Wochen blieben die Pegelstände voraussichtlich sehr niedrig; erst in der sechswöchigen Vorschau zeichne sich eine leichte Entspannung ab – auf weiterhin niedrigem Niveau. »Was wir brauchen, ist mehrtägiger, großflächiger Landregen, damit sich das merkbar erholen kann.« Dieser sei jedoch vorerst nicht in Sicht. Einzelne Starkregenereignisse seien nicht ausreichend, weil der ausgetrocknete Boden nicht so viel Wasser auf einmal aufnehmen könne.

atr/dpa