SpOn 03.12.2025
23:39 Uhr

DFB-Pokal: Holstein Kiel nach Elfmeterschießen gegen HSV im Viertelfinale


Zweitligist Holstein Kiel scheint nach dem 0:1 in der Verlängerung schon ausgeschieden. Dann schießt Phil Harres ein Traumtor – und wird im Elfmeterschießen zum Helden.

DFB-Pokal: Holstein Kiel nach Elfmeterschießen gegen HSV im Viertelfinale

Holstein Kiel steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Im Elfmeterschießen setzte sich der Zweitligist 4:2 auswärts beim Hamburger SV durch, nach der Verlängerung hatte es 1:1 (0:0, 0:0) gestanden durch Tore von Hamburgs Bakery Jatta (107.) und Phil Harres für Kiel (118.).

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Früher am Abend hatten sich bereits der VfB Stuttgart 2:0 (1:0) beim VfL Bochum sowie der SC Freiburg 2:0 (1:0) gegen Darmstadt 98 durchgesetzt. Am späten Abend rettete sich der FC Bayern München mit einem 3:2 (3:1) bei Union Berlin in die nächste Runde.

Im Hamburger Volksparkstadion hatte im ersten Durchgang zunächst der Zweitligist aus Kiel die besten Gelegenheiten: Vor dem Hamburger Strafraum bekam Adrián Kaprálik viel Platz und steckte unbedrängt zu Harres durch, dessen Schuss HSV-Keeper Daniel Peretz mit einer starken Fußparade abwehrte (26.).

Peretz rettet HSV in die Verlängerung

Kurz vor der Pause war es Kaprálik selbst, der mit einem Kopfball aus kurzer Distanz eine Großchance vergab (43.). Der slowakische Stürmer verpasste mit einem Flachschuss kurz nach Wiederanpfiff erneut das 1:0 (50.).

Daniel Peretz mit dem Fuß gegen Phil Harres

Daniel Peretz mit dem Fuß gegen Phil Harres

Foto: Marcus Brandt / dpa

Der HSV hingegen spielte zwar mindestens auf Augenhöhe und kam immer wieder gut ins Angriffsdrittel, es fehlten aber bis auf zwei Versuche von Rayan Philippe (54. und 74.) lange wirklich gefährliche Abschlüsse. Bloß in der 80. Minute traf Giorgi Gocholeishvili im Strafraum den Kieler Pfosten, kurz darauf musste Peretz auf der anderen Seite mit einer Großtat gegen Niklas Niehoff das 0:0 bewahren (82.).

Die Schlussphase wurde immer wilder. Auf Peretz' Parade folgte eine gute Hereingabe von Hamburgs Jean-Luc Dompé, die Philippe am zweiten Pfosten nur knapp verpasste (85.). Die Kieler beschwerten sich, dass es nach einem hart geführten Zweikampf von Jordan Torunarigha gegen Marko Ivezić keinen Elfmeter gab (87.).

Jatta kommt rein und trifft

Es ging in die Verlängerung, in der es zunächst wieder deutlich ruhiger wurde. Dann spielte Miro Muheim von der linken Strafraumecke einen scharfen, flachen Ball, bei dem nicht klar wurde, ob er als Schuss oder Hereingabe gemeint war. Das Tor verfehlte er, am zweiten Pfosten lief aber der in der Verlängerung eingewechselte Bakery Jatta ein und traf zum 1:0 (107.).

Bakery Jatta beim 1:0

Bakery Jatta beim 1:0

Foto: Marcus Brandt / dpa

Das Tor genügte nicht zum Sieg, denn nach einem Foul von Hamburgs Guilherme Ramos bekamen die Kieler einen Freistoß vor dem HSV-Strafraum. Aus halblinker Position hob Harres den Ball perfekt über die Mauer in den linken Winkel – ein Traumtor zum Ausgleich (118.).

Im Elfmeterschießen führte der HSV nach jeweils zwei Schüssen 2:1, weil Peretz gegen Ivezić parierte. Doch Hamburgs Kapitän Muheim traf die Latte, dann vergab Aboubaka Soumahoro den vierten Schuss für den HSV mit einem schwachen Versuch. Den entscheidenden Schuss verwandelte Harres.

Am Vortag waren bereits vier Achtelfinalpartien gespielt worden:

Borussia Mönchengladbach – FC St. Pauli 1:2 (0:1)
Hertha BSC – 1. FC Kaiserslautern 6:1 (3:1)
RB Leipzig – 1. FC Magdeburg 3:1 (2:1)
Borussia Dortmund – Bayer Leverkusen 0:1

mrk