Cristiano Ronaldo hat offenbar erneut ein Spiel seines Klubs Al-Nassr geschwänzt – die Fans des saudi-arabischen Teams feierten den fünfmaligen Weltfußballer dennoch. Bei Al-Nassrs 2:0 (0:0) gegen Al-Ittihad hielten die Zuschauer in der siebten Spielminute Plakate mit Ronaldos Trikotnummer 7 in die Höhe und solidarisierten sich mit dem Portugiesen. Der Superstar ist Berichten zufolge aufgrund der aus seiner Sicht unzureichenden Transfers seines Vereins in den Streik getreten.
Dies hatte die portugiesische Zeitung »A Bola« berichtet, Ronaldo verpasste bereits das 1:0 gegen Al-Riyadh am Montag. Der Superstar habe sich geweigert zu spielen, da er mit der Führung des Vereins durch den saudischen Staatsfonds PIF unzufrieden sei. Von einem »Streik« war die Rede. Verletzt soll Ronaldo jedenfalls nicht sein, am Mittwoch hatte er noch ein Foto von sich beim Training in den sozialen Medien gepostet.
No. 7️⃣🐐 pic.twitter.com/5wBeRychyT
— AlNassr FC (@AlNassrFC_EN) February 6, 2026
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Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Ronaldo darüber verärgert sein, dass der Saudi Public Investment Fund (PIF) während der Transferperiode in seinen Augen nicht genug in seinen Club investiert hat. Dagegen holte Titel-Rivale Al-Hilal, an dem der PIF auch 75 Prozent Anteile hat, beispielsweise Ronaldos ehemaligen Real-Madrid-Teamkollegen Karim Benzema.
Laut Medienberichten hatte die Saudi Pro League Ronaldo einen Tag vor dem Spiel gegen Al-Ittihad – an seinem 41. Geburtstag – kritisiert. »Cristiano hat sich seit seiner Ankunft voll und ganz für Al-Nassr engagiert und eine wichtige Rolle für das Wachstum und die Ambitionen des Vereins gespielt«, erklärte ein Sprecher laut dem britischen Sender BBC und der Nachrichtenagentur PA: »Aber kein Einzelner – egal wie bedeutend er auch sein mag – trifft Entscheidungen, die über seinen eigenen Verein hinausgehen.«
Ronaldo im Januar, als er noch zufrieden war
Foto: Hamad I Mohammed / REUTERSDer Liga-Sprecher betonte, dass die Saudi Pro League, in die Ronaldo im Januar 2023 gewechselt war, auf einem einfachen Prinzip basiere: Jeder Verein agiere unabhängig unter denselben Regeln. »Die Vereine haben ihre eigenen Vorstände, ihre eigenen Führungskräfte und ihre eigene Fußballleitung. Entscheidungen über Neuverpflichtungen, Ausgaben und Strategien liegen bei diesen Vereinen, innerhalb eines finanziellen Rahmens, der Nachhaltigkeit und Wettbewerbsausgleich gewährleisten soll«, sagte PA zufolge der Sprecher.
Auch ohne seinen Stürmerstar gewann Al-Nassr gegen Al-Ittihad letztlich klar. Der ehemalige Bayern-Profi Sadio Mané (84. Minute/Elfmeter) und der Brasilianer Angelo (90.+8) erzielten die Treffer für den Klub aus der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Nach 20 von 34 Spieltagen ist Ronaldo mit Al-Nassr Zweiter, der Rückstand auf Tabellenführer Al-Hilal beträgt einen Punkt.
