Nach der Brandkatastrophe in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana haben die Behörden alle 40 Todesopfer identifiziert. Unter ihnen befinden sich 20 Minderjährige, das jüngste Opfer ist eine 14-jährige Schweizerin, wie die Polizei des Kantons Wallis mitteilt.
Zu den Opfern zählen 21 Schweizerinnen und Schweizer sowie neun Franzosen, sechs Italiener, eine Belgierin, eine Portugiesin, ein Rumäne und ein Türke. Laut Polizeiangaben waren keine Deutschen unter den Todesopfern.
Das Inferno in der Bar wurde nach bisherigen Ermittlungen durch eine funkensprühende Partyfontäne ausgelöst. Diese setzte den Erkenntnissen zufolge den Schaumstoff an der Decke in Brand. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus.
Untersucht wird, ob die Brandschutzvorschriften eingehalten wurden. Gegen die beiden französischen Betreiber der Bar wird inzwischen unter anderem wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.
Einige der 119 überwiegend schwer verletzten Überlebenden sind in einer kritischen Phase: Bei sehr schweren Verbrennungen treten Symptome der Verbrennungskrankheit wie Organversagen erst nach 48 Stunden auf, wie Experten erläutern.
Nach der Brandkatastrophe erheben nun Lokalbesitzer schwere Vorwürfe gegen die örtlichen Behörden. Bilder vom Bau der abgebrannten Bar werfen einen zusätzlichen Verdacht auf. Lesen Sie hier mehr dazu.
