Nach der Brandkatastrophe in dem Schweizer Skiort Crans-Montana mit 40 Toten sind 16 weitere Todesopfer identifiziert worden. Wie die Kantonspolizei Wallis am Sonntag mitteilte, handelt es sich dabei um zehn Schweizer, zwei Italiener, eine Person mit italienisch-emiratischem Pass und jeweils eine Person aus Rumänien, Frankreich und der Türkei. Damit steigt die Zahl der identifizierten Todesopfer auf 24. Unter den nun zugeordneten Personen ist auch das bisher jüngste bekannte Opfer, eine 14-jährige Schweizerin.
Die Identifizierung der Leichen dauert der Polizei zufolge an. Sie gestaltet sich schwierig, da viele bis zur Unkenntlichkeit verbrannten.
Unter den 119 Verletzten des Unglücks sind mehr als 70 Schweizer sowie Franzosen, Italiener, Serben und einzelne Angehörige anderer Länder. Deutsche Opfer wurden bislang nicht gemeldet. Auch von den Verletzten konnten noch nicht alle identifiziert werden.
Der verheerende Brand in der Silvesternacht war nach bisherigen Ermittlungen durch eine Funken sprühende Partyfontäne ausgelöst worden. Sie setzte den Erkenntnissen zufolge Schaumstoff an der Decke in Brand. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Zu klären ist, ob die Brandschutzvorschriften eingehalten wurden. Gegen die beiden französischen Betreiber der Bar ermittelt die Polizei inzwischen unter anderem wegen fahrlässiger Tötung.
