An dem Gedenkort für die Opfer des Silvesternachtbrandes im Schweizer Skiort Crans-Montana hat es am Sonntagmorgen gebrannt. Die Feuerwehr habe die Flammen am frühen Morgen schnell gelöscht, wie die Polizei auf dem Kurznachrichtendienst X schrieb. Es ist unklar, ob es sich um Brandstiftung handelt, Ermittlungen zur Brandursache laufen.
An dem provisorischen Ort der Trauer steht ein weißes Zelt, in dem Besucherinnen und Besucher Hunderte Kerzen, Blumen, Briefe und Teddybären abgelegt haben. Sie erinnern an die 41 Todesopfer, die bei dem Brand in der Bar Le Constellation ums Leben gekommen waren.
Das Zelt diente vor dem Brand als provisorischer Gedenkort für die Toten von Crans-Montana: Raum der Trauer
Foto: Philipp von Ditfurth / dpaRund 80 überwiegend junge Menschen wurden teils schwer verletzt. Viele sind mehr als fünf Wochen nach dem Drama mit schweren Verbrennungen und Rauchvergiftungen immer noch auf der Intensivstation.
- Brand in Crans-Montana: Besitzer der Inferno-Bar brechen ihr Schweigen
- Katastrophe von Crans-Montana: Der Wilde Westen der Schweiz Aus Crans-Montana berichtet Charlotte Theile
- Katastrophe von Crans-Montana: Drei Minuten vor dem Brand fielen die Kameras aus Von Simon Maurer, Serafin Reiber und Petra Truckendanner
Laut »Corriere della Sera« wurde das als provisorischer Gedenkort dienende Zelt von Arbeitern entfernt und ein etwas kleineres aufgestellt. Darin befinde sich laut groben Schätzungen nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Gegenstände.
Unterdessen gehen die Ermittlungen wegen der Brandkatastrophe weiter. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Besitzer der Bar wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung. Das Ehepaar Moretti ist gegen Kaution auf freiem Fuß.
