Prof. Leila Harhaus-Wähner, Ärztin: »Wir rechnen perspektivisch damit, dass er etwa vier bis sechs Wochen hier bleibt.«
Die Ärztin Leila Harhaus-Wähner behandelt gemeinsam mit ihrem Team in der Berliner Charité einen 18-Jährigen, der bei der Brandkatastrophe im schweizerischen Crans-Montana schwere Verbrennungen erlitten hat.
Prof. Leila Harhaus-Wähner, Ärztin: »Besonders problematisch bei ihm, ist, dass beide Hände tief drittgradig betroffen sind. Das hat natürlich für seine weitere Zukunft eine erhebliche Auswirkung auf die Funktionalität der Hände.«
Mehr als 20 Prozent seiner Haut sind von den Verbrennungen betroffen, damit einhergehende Verletzungen erschweren die Behandlung zusätzlich.
Prof. Leila Harhaus-Wähner, Ärztin: »Es geht bei den Verbrennungsverletzungen nicht nur um die Verletzung der Hautoberfläche, sondern ganz schnell werden alle anderen Organsysteme auch mit betroffen. Dann kann ein Lungenversagen auftreten, dann kann ein Nierenversagen auftreten. Und das gilt es in dieser ganzheitlichen Behandlung zu berücksichtigen.«
Die Charité ist im engen Austausch mit den Eltern des Opfers, die bereits nach Berlin gereist sind. Die Kapazitäten in der Schweiz reichen nicht aus, um alle der mehr als 100 meist Schwerverletzten vor Ort zu behandeln. Mindestens elf der Brandopfer werden in deutschen Kliniken behandelt.