SpOn 05.02.2026
12:45 Uhr

Crans-Montana: Brief der Bar-Besitzer an Mitarbeiter veröffentlicht


Gegen sie wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, doch bislang war nichts von den Betreibern der Katastrophenbar von Crans-Montana zu hören. Jetzt wenden sie sich in einem Brief an die Mitarbeiter.

Crans-Montana: Brief der Bar-Besitzer an Mitarbeiter veröffentlicht

Die Besitzer der Bar Le Constellation in Crans-Montana haben sich in einem persönlichen Brief an ihre Angestellten gewandt. »Wir werden euch nicht im Stich lassen«, schreiben Jacques und Jessica Moretti. »Wir sind durch dasselbe Schicksal verbunden und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um euch zu helfen.« Der Brief liegt der Nachrichtenagentur dpa und dem französischen Medium »Franceinfo« vor.

In der Bar in dem schweizerischen Skiort war bei einer Silvesterparty Feuer ausgebrochen. 41 Menschen starben, rund 80 wurden teils schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Morettis wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung. Sie sind gegen Kaution auf freiem Fuß.

Italiens Premierministerin Giorgia Meloni sprach nach der Haftentlassung Morettis von einer »Schande«, der Konflikt eskalierte bis zum Rückruf des Botschafters. Die Kritik an den Ermittlungen im Wallis wächst (mehr dazu hier ).

Morettis bedauern Schweigen

Die Morettis schreiben, wegen der laufenden Ermittlungen hätten sie Worte ihres tiefen Mitgefühls unmittelbar nach der Tragödie zurückhalten müssen. »Dieses Schweigen war unendlich schwer und schmerzhaft. Für Sie. Und für uns. Wir bedauern dies zutiefst.« Keiner der Angestellten habe es verdient, so etwas erleben zu müssen. »Wir tragen diese Verantwortung, ohne in irgendeiner Weise zu versuchen, sie auf euch abzuwälzen«, heißt es weiter.

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Sie sprachen auch den im Brand ums Leben gekommenen Angestellten ihr Beileid aus: Cyane, eine der Kellnerinnen, Stephan, der Sicherheitsmann, und Mateo, der DJ. »Wir trauern auch mit tiefem Schmerz um diejenigen, die nicht mehr unter uns sind.«

Seit dem Tag des Brandes stehen nicht nur das Dorf und seine Verantwortlichen am Pranger, sondern ein ganzer Landesteil: das Wallis. Mehr über den Wilden Westen der Schweiz lesen Sie hier .

esk/dpa