Der britische Sänger Cliff Richard, 85, ist im vergangenen Jahr wegen Prostatakrebs behandelt worden. Er habe die Diagnose kurz vor einer Tournee erhalten, sagte er in der Sendung »Good Morning Britain« . Glücklicherweise hätten sich noch keine Metastasen gebildet.
Er sei erfolgreich behandelt worden, im Moment sei der Krebs verschwunden. Ob er zurückkomme, wisse er nicht, sagte Richard. Solche Dinge könne man nicht vorhersagen.
Sir Cliff Richard has revealed to Good Morning Britain that he's had successful treatment for prostate cancer.
— Good Morning Britain (@GMB) December 15, 2025
The 85-year-old music legend got the diagnosis during health checks for his latest tour and now says he wants to work with the King to improve screening and diagnosis. pic.twitter.com/0BppT4Zhrb
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In dem Fernsehinterview sprach er auch über Vorsorgeuntersuchungen: »Wir alle verdienen die gleiche Möglichkeit, einen Test zu bekommen und dann sehr früh mit Behandlungen zu beginnen«, sagte Richard. Dass sein Heimatland kein nationales Screening-Programm für Prostatakrebs habe, sei »absolut lächerlich«.
Für Brust-, Darm- und Gebärmutterhalskrebs gibt es in Großbritannien entsprechende Untersuchungen. Einige Experten sorgen sich aber um die Genauigkeit sogenannter PSA-Tests. Dabei wird die Konzentration des prostataspezifischen Antigens im Blut bestimmt. Die Aussagekraft des Tests ist begrenzt, teils kommt es zu falsch positiven Ergebnissen.
Ein nationales Komitee empfahl im November ein gezieltes Screening von Männern mit einer bestimmten Genmutation. Die große Mehrheit brauche sich aber nicht routinemäßig untersuchen lassen, hieß es. Laut BBC ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Großbritannien.
Cliff Richard wurde in den Fünfzigerjahren berühmt, unter anderem mit Hits wie »Summer Holiday« und »The Young Ones«. Im Jahr 1995 wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.
Auch Elizabeths Sohn, der britische König Charles III., ist an Krebs erkrankt. Wie Richard rief er zuletzt zur Vorsorge auf: Er wisse »aus eigener Erfahrung, dass Früherkennung der Schlüssel sein kann«. Sie gebe »Ärzten wertvolle Zeit und Patienten das kostbare Geschenk der Hoffnung«. Mehr dazu lesen Sie hier.
