SpOn 04.02.2026
15:36 Uhr

Chris Hemsworth: Thor-Darsteller hadert mit seinem Superhelden-Image


Starkes Lampenfieber und Panikattacken: Hollywoodstar Chris Hemsworth kämpfte nach eigener Aussage zu Beginn seiner Karriere als Donnergott Thor mit Problemen. Seine Fans habe er getäuscht.

Chris Hemsworth: Thor-Darsteller hadert mit seinem Superhelden-Image

Wenn man an Hollywoodstar Chris Hemsworth denkt, dann sieht man ihn vermutlich in Thors Rüstung vor sich, sein roter Umhang flattert im Wind, in der Hand trägt er seine Waffe, den Hammer Mjölnir. Donnergott Thor ist ein Hüne, muskelbepackt, außergewöhnlich stark, ein Superheld eben. Doch das Image des starken Alphamannes, das sich Hemsworth mit der Rolle angeeignet hat, will der Schauspieler nun offenbar ablegen.

»Der Charakter, den man in Interviews sieht und die Art, wie ich mich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Hollywood präsentiert habe, bin ich – aber es ist auch eine Inszenierung«, sagte Hemsworth dem britischen »Guardian« : »Es ist das, was ich dachte, was die Leute sehen wollten.«

Chris Hemsworth in zivil

Chris Hemsworth in zivil

Foto: Scott A Garfitt / Invision / AP

Hemsworth spielte Thor erstmals 2011. Bei dem ersten Casting für die Rolle sei er noch sehr unbeholfen und albern gewesen, sagte er. Hinter den Kulissen habe er starkes Lampenfieber gespürt und sogar mit Panikattacken gekämpft. Doch die körperliche Veränderung habe ihm geholfen, selbstbewusster zu sein. Er habe Muskeln aufgebaut, seine Stimme vertieft und an imposanteren Körperhaltungen gefeilt. »Ich dachte mir: ›Okay, cool, niemand kann mir etwas anhaben.‹ Die Rolle eines Gottes wurde zu einem Sicherheitsnetz. Sie täuschte den Leuten vor, ich sei so selbstbewusst und sicher.«

Nun widmet Hemsworth sich einer anderen Rolle. Im Thriller »Crime 101« spielt er Mike Davis. Dieser ist ein Meisterdieb, der bei seinen Beutezügen aber stets darauf achtet, niemanden zu verletzen und nur das zu stehlen, was die Versicherung auch ersetzt. Davis ist ein zwiespältiger Charakter. Und wie weitere Rollen im Film stecke der Charakter in einer Transformation, sagte Hemsworth. Sie alle legten in dem Film ihre Masken ab, lösten sich von Erwartungen und suchten »Verbundenheit, Liebe und Freundschaft«.

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Es scheint, als würde das auch auf Hemsworth zutreffen. Zumindest erzählte der Schauspieler dem »Guardian«, seine Entscheidung zielte zum Beginn seiner Karriere auf finanzielle Sicherheit ab. Heute denkt er demnach anders. Die Alzheimer-Erkrankung seines Vaters habe ihn zu einem Umdenken bewegt. »Ich bin mir der Zerbrechlichkeit der Dinge bewusster geworden. Man beginnt zu denken: ›Mein Vater wird nicht ewig da sein.‹ Und meine Kinder sind jetzt 11 und 13. Die Nächte, in denen sie sich darum gestritten haben, in unserem Bett schlafen zu dürfen – plötzlich gibt es das nicht mehr.«

ptz