Von Friedrich zu Friedrich: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich bei seiner Chinareise mit einem Gedichtauszug von Friedrich Schiller ins Gästebuch der Verbotenen Stadt eingetragen.
In seinem Eintrag wünschte er Deutschland und China Tempo, Kraft und Energie für »ein Jahr der Zusammenarbeit und des Wachstums«. In China hat gerade das neue Jahr des Pferdes begonnen.
Merz ergänzte seinen Eintrag mit einem Zitat aus dem Gedicht »Sprüche des Konfuzius« von Friedrich Schiller:
Das wohl in den 1790er-Jahren verfasste Gedicht ist in der Langfassung 16 Verse lang und verweist zugleich darauf, dass sich deutsche Schriftsteller bereits vor Jahrhunderten mit dem Fernen Osten beschäftigten.
Dass die Zukunft nur zögernd herzieht, lässt sich mit Blick auf Merz’ weitere Termine in China allerdings eher nicht sagen. Merz reist aus Peking weiter in die südchinesische Metropole Hangzhou, mit ihren etwa 12,6 Millionen Einwohnern ist die Stadt ein wichtiger Standort für Hightech-Unternehmen.
Auf der Agenda steht dabei ein Besuch von Unitree Robotics, einem chinesischen Hersteller menschenähnlicher Roboter. Auch Siemens Energy, das in Hangzhou seit 1995 mit einem Standort für Hochspannungsschaltanlagen vertreten ist, wird besucht. Bei der Chinareise des Kanzlers stehen Wirtschaftsthemen im Fokus. Merz wird von einer großen Delegation aus 30 Unternehmensbossen begleitet, darunter die Chefs von BMW, Mercedes und Volkswagen.
Merz ist als Handlungsreisender für die deutsche Industrie unterwegs. Dabei vermeidet er möglichst alles, was die mächtigen Gastgeber in Peking verärgern könnte. Wie der Kanzler bei seinem Treffen mit Chinas Staats- und Regierungschef Xi Jinping aufgetreten ist, lesen Sie hier.
