SpOn 07.01.2026
11:30 Uhr

Checker Tobi über seinen neuen Kinofilm und blaue Flecken bei den Dreharbeiten


Sein Job ist es, Dinge herauszufinden – und zwar so, dass es Spaß macht: Tobias Krell kennen die meisten als »Checker Tobi«. In seinem neuen Kinofilm reist er um die Welt. Und beim Dreh holte er sich blaue Flecken.

Checker Tobi über seinen neuen Kinofilm und blaue Flecken bei den Dreharbeiten

DEIN SPIEGEL: Dein neuer Kinofilm startet mit einer Zeitreise in deine Kindheit. Wie warst du als Kind?

Krell: Früher war ich oft der Kleinste. Deshalb unterschätzten mich viele und hielten mich für jünger, als ich war. Ich war nie der Klassenclown, aber auch nicht auf den Mund gefallen. Und ich war immer neugierig. Das hat sich bis heute nicht geändert.

DEIN SPIEGEL: Im Film findet Checker Tobi eine alte Videoaufnahme, auf der er als Kind eine selbsterfundene TV-Show moderiert. Hast du das früher auch gemacht?

Krell: So ähnlich: Als ich acht Jahre alt war, nahm ich mit meinem alten Kassettenrekorder eine eigene Radiosendung auf und machte eine Zeitung für unsere Nachbarschaft. Ich wusste schon in der Grundschule, dass ich Journalist werden will. Vermutlich, weil mein Vater als Kameramann arbeitete und mich manchmal zu Drehs mitnahm.

Checker Tobi geht in seinen Filmen auf Weltreise, um Rätsel zu lösen

Checker Tobi geht in seinen Filmen auf Weltreise, um Rätsel zu lösen

Foto: megaherz

DEIN SPIEGEL: Die Show im Film endet mit einer ungelösten Rätselfrage. Checker Tobi möchte sie unbedingt beantworten und reist dafür um die ganze Welt. Löst du auch in Wirklichkeit gern Rätsel?

Krell: Ja! Wenn mich eine Frage beschäftigt, zermartere ich mir das Hirn, bis ich die Antwort gefunden habe. Manchmal entstehen so auch die Ideen für TV-Sendungen.

DEIN SPIEGEL: Inwiefern ist es anders, einen Kinofilm vorzubereiten?

Krell: Für eine 25-minütige Sendung brauchen wir ungefähr sechs Wochen. Einen Kinofilm zu produzieren, dauert Jahre: Drehbuch schreiben, filmen, schneiden … »Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde« entstand in nur anderthalb Jahren, unser bisheriger Rekord. Das ging nur durch dieses großartige Team. Hunderte Leute auf der ganzen Welt waren daran beteiligt: vom Fahrer in Madagaskar bis hin zur Grafikerin, die die Animationen baut.

In seinem neuen Film erkundet Tobi Madagaskar, die Arktis und Mexiko

In seinem neuen Film erkundet Tobi Madagaskar, die Arktis und Mexiko

Foto: megaherz

DEIN SPIEGEL: Was hat beim Dreh am meisten Spaß gemacht?

Krell: So viel Zeit mit meinem Team zu verbringen. Wir sind einfach eine Gruppe von Freunden, die an tolle Orte reisen. Die Dreharbeiten sind zwar anstrengend. Aber nichts macht mehr Spaß, als mit diesen Menschen kreativ sein zu dürfen.

DEIN SPIEGEL

Im Römischen Reich waren Familien oft riesig. Schließlich umfasste der Begriff damals auch Dienerinnen und Sklaven. Über die Jahrhunderte hat sich das Konzept »Familie« immer wieder verändert. Was heute dahintersteckt und warum Kinder in Teilen Kanadas bis zu 16 Großeltern haben, steht in der neuen Ausgabe von DEIN SPIEGEL, dem Nachrichten-Magazin für Kinder. Außerdem im Heft: Was ist 2025 passiert? Der Jahresrückblick im Quiz. Und: wie Spürhund Clyde bedrohte Tierarten sucht. DEIN SPIEGEL gibt es am Kiosk, ausgewählte Artikel online. Erwachsene können das Heft auch hier kaufen:

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DEIN SPIEGEL: Ging etwas schief?

Krell: Als wir in Spitzbergen waren, einer Inselgruppe zwischen Norwegen und dem Nordpol, drehten wir eine Verfolgungsjagd auf Schlitten. Wir hatten keinen Stuntman, ich habe alles selbst gemacht. Keine Ahnung, wie viele blaue Flecken ich mir beim Rutschen über die eisglatten Pisten geholt habe.

Verfolgungsjagd auf Hundeschlitten: Checker Tobi in seinem neuen Kinofilm »Die heimliche Herrscherin der Erde«

Verfolgungsjagd auf Hundeschlitten: Checker Tobi in seinem neuen Kinofilm »Die heimliche Herrscherin der Erde«

Foto: megaherz

DEIN SPIEGEL: Was war die größte Herausforderung?

Krell: Es ist aufwendig, von Deutschland aus einen Filmdreh in anderen Ländern zu organisieren. So kam es zu einigen Situationen, in denen wir nicht wussten, ob alles klappt. Beispielsweise in Mexiko, als wir auf dem Weg zu den Pyramiden waren und noch keine Drehgenehmigung hatten. Zum Glück ging alles gut, sonst hätten wir ohne die Filmaufnahmen wieder nach Hause fliegen müssen.

Foto: megaherz

Checker Tobi hatte nicht geahnt, welche Folgen seine Keller-Aufräumaktion haben würde. Auf seiner alten Videokamera entdeckt er eine längst vergessene Aufnahme. Darauf zu sehen: Tobi, der als achtjähriger Junge eine selbsterfundene Show moderiert. Das Video endet mit einer Rätselfrage: »Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich?« Die Frage lässt Checker Tobi nicht los. Um sie zu beantworten, reist er an faszinierende Orte auf der ganzen Welt: durch die Wälder Madagaskars, unter das Eis der Arktis und zu den Pyramiden der Maya in Mexiko. »Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde« ist eine Mischung aus Dokumentar- und Abenteuerfilm. Ob Checker Tobi die Antwort auf die Rätselfrage seiner Kindheit findet und welche Abenteuer er währenddessen erlebt, seht ihr ab 8. Januar im Kino.

DEIN SPIEGEL: Wieso machst du Filme für Kinder statt für Erwachsene?

Krell: Ich weiß noch, wie überwältigend ich es früher fand, in Geschichten einzutauchen, die sich auf der Kinoleinwand abspielten. Heute kann ich selbst Kindern solche Erlebnisse schaffen. Es ist das beste Gefühl zu erleben, wie Kinder mitfiebern und sich für etwas begeistern können – mehr als jeder noch so gut gelaunte Erwachsene. Kinder sind für mich das beste Publikum.

DEIN SPIEGEL: Bleiben dir noch Ideen für weitere »Checker Tobi«-Filme?

Krell: Klar! Die Lust, Filme zu machen, geht mir nie aus. Und nach Wasser, Luft und Erde gibt's schließlich noch ein viertes Element.

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