Der »brat summer« ist vorbei, Musikerin Charli xcx, 33, wollte ihm mit einer Mockumentary eine letzte Ehre erweisen. Auf der Berlinale zeigte sie den Film über Fluch und Segen ihres neuen Ruhms als »Brat«-Ikone. Die Afterparty führte dann aber zum Eklat: Videos in den sozialen Medien zeigen Charli xcx im Berliner Club »Studio1111« an der Potsdamer Straße beim Feiern mit der Russin Anastasia Shevtsova, bekannt unter dem Namen »Petit«. Aktivisten werfen der DJ enge Verbindungen zum Kreml vor.
Shevtsovas Mutter ist die Gründerin der Stiftung »Traditsiya«, die sich als Fonds für soziale Initiativen präsentiert und offenbar in von Russland besetzten Gebieten in der Ukraine tätig ist. Die Organisation arbeitet mit Putins Präsidialfonds für kulturelle Initiativen zusammen und führt Projekte in den von Russland besetzten Regionen der Ukraine durch, darunter Donezk, Luhansk und Mariupol. Parallel dazu ist sie Vizerektorin für Kreativwirtschaft und Projektaktivitäten am Moskauer Staatlichen Institut für Kultur. Grund für einen Aufschrei bei Aktivisten in der Kulturszene.
Auf Instagram adressierte Charli xcx die Vorwürfe. Sie und ihr Team hätten nichts von den mutmaßlichen Verbindungen rund um die Party in Berlin gewusst, schreibt sie in einem Story-Post. Und weiter: »Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um zu sagen, dass ich die Gräueltaten der russischen Regierung in der Ukraine ablehne und mich solidarisch mit dem ukrainischen Volk zeige.«
Charli xcx addresses the Berlin afterparty she attended, saying that she wasn’t aware of its alleged Russian affiliations:
— Pop Crave (@PopCrave) February 19, 2026
“I would like to take this opportunity to say I stand against the atrocities committed by the Russian government in Ukraine and I stand in solidarity with… pic.twitter.com/FdYgVotG5T
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Auch Anastasia Shevtsova meldete sich auf Instagram zu Wort. Sie habe selbst Familie in Russland, Belarus und der Ukraine und würde niemals jemandem Gewalt oder Leid wünschen. »Ich bin weder in die Politik involviert noch in Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Konflikt«, schreibt sie weiter.
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Charli xcx feierte 2024 mit »Brat« den bisher größten Erfolg ihrer Karriere. »Brat« (»Göre«) wurde zum Meme für selbstbewusste junge Frauen und queere Personen, die sich unangepasst und selbstbestimmt präsentieren wollten, aber in den nervösen Dance-Pop-Hymnen von Charli xcx auch viel Verständnis für ihre Verletzlichkeit finden konnten.
Ein Popstar und sein ganz eigener Film – mehr zur Mockumentary »The Moment« lesen Sie hier .
