SpOn 05.02.2026
20:55 Uhr

Chagos - Diego Garcia: Donald Trump will US-Basis notfalls militärisch sichern


Großbritannien tritt das Chagos-Archipel mitten im Indischen Ozean an Mauritius ab. Der US-Präsident kritisiert das neuerdings. Der Grund: Eine strategisch bedeutsame Militärbasis – und der Grönlandkonflikt.

Chagos - Diego Garcia: Donald Trump will US-Basis notfalls militärisch sichern

Donald Trump und Keir Starmer haben miteinander gesprochen – über das Chagos-Archipel, genauer: die Insel Diego Garcia, auf der ein von Großbritannien und den USA genutzter Militärstützpunkt liegt.

Anschließend erklärte der US-Präsident, das Telefonat sei zwar gut gewesen, die Vereinigten Staaten behielten sich aber das Recht vor, die Basis militärisch zu sichern, sollten künftige Vereinbarungen den Status der Einrichtung gefährden.

Zum Hintergrund: Trump hatte während des öffentlich ausgetragenen Konflikts um Grönland vor wenigen Wochen die von den Briten vereinbarte Rückgabe der Chagos-Inseln an Mauritius als »Akt großer Dummheit« bezeichnet. Zudem sei dies »ein weiterer« Grund, warum Grönland an die USA übergeben werden müsse.

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Der britische Premierminister hatte die Kritik deutlich zurückgewiesen. Die scharfen Worte des US-Präsidenten hätten das klare Ziel, »Druck auf mich und Großbritannien in Bezug auf meine Werte und Prinzipien hinsichtlich der Zukunft Grönlands auszuüben«, sagte Starmer unmittelbar nach dem Angriff Trumps im britischen Parlament. Dem werde er sich jedoch nicht beugen, seine Haltung sei klar: Die Entscheidung über Grönlands Zukunft liege bei Grönland und Dänemark.

Kampfjets auf Diego Garcia

Kampfjets auf Diego Garcia

Foto: AFP

Bei der Verkündung der Entscheidung im Mai 2025 hatte der US-Präsident den Deal noch begrüßt. Der Grund: Die für Trump entscheidende Insel Diego Garcia soll trotz der Souveränität Mauritius' noch mindestens 99 Jahre unter britischer Kontrolle bleiben. Dafür zahlen die Briten eine Milliardensumme.

Die Chagos-Inseln liegen mitten im Indischen Ozean. Der Militärstützpunkt ist laut Starmer einer der wichtigsten Beiträge, die das Land in der Sicherheitspartnerschaft mit den USA mache.

In Großbritannien wird Trumps jüngste Kritik auch als Zeichen sich deutlich verschlechternder Beziehungen zwischen dem US-Präsidenten und dem britischen Premier gewertet.

dop/dpa/Reuters